FlixBus und MeinFernbus schließen sich zusammen

Deutschlands größte Fernbusanbieter wollen fusionieren und ihr Angebot deutlich ausbauen. Der Fernbus-Markt ist hart umkämpft. Der Zusammenschluss der beiden Marktführer soll Konkurrenten die Kunden streitig machen

Die beiden größten Fernbusanbieter in Deutschland gehen künftig gemeinsam auf Kundenjagd. FlixBus und MeinFernbus wollen sich zusammenschließen und ihr Angebot deutlich ausbauen, wie beide Firmen am Mittwoch ankündigten. Die US-Beteiligungsgesellschaft General Atlantic möchte bei dem fusionierten Unternehmen einstiegen und mit ihrem Kapital die Expansion der Buslinien in Europa vorantreiben.

Die 2011 gegründeten Unternehmen MeinFernbus aus Berlin und FlixBus aus München gehören bisher mehrheitlich ihren Gründern. MeinFernbus steuert mit 320 Bussen 241 Ziele an und ist damit Marktführer in Deutschland. Flixbus hat 240 Busse im Einsatz und fährt mit ihnen 148 Orte in Deutschland und acht EU-Ländern an.

Der Fernbusmarkt in Deutschland wurde vor gut zwei Jahren liberalisiert. Diverse Anbieter machen der Deutschen Bahn seitdem Reisende abspenstig, weil die Tickets häufig deutlich billiger sind als bei der Bahn. Der Fernbusmarkt ist jedoch hart umkämpft – erste Anbieter haben sich deshalb wieder verabschiedet. Deinbus.de schlitterte 2014 in die Insolvenz, die National-Express -Tochter City2City zog sich wieder vom deutschen Markt zurück und der ADAC stieg aus einem Gemeinschaftsunternehmen mit der Deutschen Post aus.

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