Neuer Streik droht: Flugbegleiter fordern 8 Prozent mehr Geld

Die Lufthansa muss sich mit einem neuen Konflikt ihrer Angestellten auseinandersetzen. Die Gewerkschaft der Flugbegleiter (Ufo) fordert acht Prozent mehr Lohn für die nächsten zwei Jahre sowie vergünstigte Flüge für Mitarbeiter. Auch der Tarifstreit mit den Piloten macht der Lufthansa zu schaffen.

Neben dem Tarifstreit mit den Piloten droht der Lufthansa bald ein Konflikt mit den Flugbegleitern. Ihre Gewerkschaft Ufo fordere acht Prozent mehr Lohn für die kommenden zwei Jahre, sagte ein Sprecher der Arbeitnehmervertretung am Freitag und bestätigte damit Informationen des Spiegel. Zudem solle der Konzern wieder vermehrt vergünstigte Mitarbeiterflüge anbieten. Die Preise für die Tickets hätten sich in der Vergangenheit stark erhöht, sagte der Sprecher. Viele der Stewards und Stewardessen sehen in den stark rabattierten Stand-by-Tickets eine Kompensation für die geringe Bezahlung in dem Job. Ufo vertritt die Interessen von rund 18.000 Lufthansa-Flugbegleitern und hatte den Konzern vor zweieinhalb Jahren auch bestreikt.

Die Lufthansa wollte sich nicht zu den Forderungen äußern. „Tarifgespräche führen wir nur am Verhandlungstisch“, sagte ein Konzernsprecher.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo stemmt sich ebenso wie die Piloten prinzipiell gegen den Sparkurs der größten deutschen Airline, ist dabei aber im Vergleich zu den Cockpit-Angestellten in anderen Punkten kompromissbereit. So gab Ufo einem neuen Lufthansa-Langstreckenkonzept für touristische Ziele den Segen. Allerdings müssen die Ufo-Mitglieder der Entscheidung, die zu einem großen Tarifpaket gehört, noch endgültig zustimmen. Die Urabstimmung darüber läuft bis Mitte Februar. Im Falle einer Ablehnung könne es danach zu Streiks kommen, sagte der Sprecher.

In dem seit April anhaltenden Tarifkonflikt mit den Piloten sind die Fronten verhärtet. Die Flugzeugführer fordern eine Schlichtung zu allen Streitpunkten, die Lufthansa will aber nur über die Frührentenregelung reden.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.