Stephen Hawking warnt vor Gefahren durch künstliche Intelligenz

Die Gefahren durch künstliche Intelligenz sind nicht vorhersehbar. In einem offenen Brief warnen Stephen Hawking sowie zahlreiche weitere renommierte Wissenschaftler und Investoren vor den negativen Folgen des Megatrends. Unternehmen und Forscher sollten sich Leitlinien unterwerfen, um das Fortbestehen der Menschheit zu sichern.

In einem offenen Brief warnen zahlreiche Unternehmer, Wissenschaftler und Investoren – unter ihnen auch Stephen Hawking – vor den Gefahren der künstlichen Intelligenz (KI). Die Forschungsbemühungen und -Ausgaben in dem Gebiet steigen kontinuierlich. Die Forschung müsse sich Leitlinien unterwerfen, die die sozialen Vorteile maximieren und potenzielle Gefahren ausschließen sollen.

Bereits Ende 2014 warnte Tesla-Chef und SpaceX-Gründer Elon Musk von den Gefahren künstlicher Intelligenz. Der neue Megatrend sei potenziell gefährlicher als Atombomben. In dem offenen Brief vom Future of Life-Institut (FLI) äußern Musk und Hawking die Sorge, dass die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt und das langfristige Überleben der Menschheit nicht voraussehbar seien. Maschinen könnten schon bald intelligenter sein als die Menschen, die sie erschaffen würden.

Doch auch das positive Potential künstlicher Intelligenz zum Nutzen der Menschheit sei gigantisch. Denn alles sei ein Produkt menschlicher Intelligenz. „Die Auslöschung von Krankheiten und Armut sind nicht undenkbar“, schreiben die Wissenschaftler in dem Brief des FLI.

Weitere Vorteile, die der Menschheit durch künstliche Intelligenz entstehen, sind in den Bereichen der Spracherkennung, der automatischen Bilderkennung und autonom fahrenden Autos zu erkennen. Allein im Silicon Valley arbeiten derzeit etwa 150 Unternehmen an der Weiterentwicklung dieser Trends.

Das Institut wurde im vergangenen Jahr von dem Co-Gründer von Skype, Jaan Tallinn, ins Leben gerufen. Die Forschung über künstliche Intelligenz soll dadurch in positive Bahnen gelenkt werden und potenzielle Gefahren der Menschheit mildern. Weitere Unterzeichner des Briefes sind Professoren des Massachusetts Institute of Technology (MIT), des Machine Intelligence Research Institute sowie die Geschäftsführer von KI-Unternehmen wie DeepMind und Vicarious, sowie Google, IBM und Microsoft. Sie sprechen sich dafür aus, Leitlinien zu befolgen, nicht nur auf den Gebieten der Computer Technik, sondern im Kontext von KI auch in den Bereichen Wirtschaft, Recht und IT-Sicherheit.

Der größte und unmittelbarste Strukturwandel der Technologie wird durch die Automatisierung auf dem Arbeitsmarkt stattfinden. Das werde Arbeitskräfte, Löhne und den Wohlstand der Menschen direkt beeinflussen, heißt es in dem Brief. Ansätze dieser Gefahr sind bereits in den Lagerhallen von Amazon zu erkennen.

Auch der Finanzsektor, der bereits jetzt zum großen Teil von Computern und Algorithmen gesteuert wird, ist anfällig für Störungen durch künstliche Intelligenz. Computer-Tools versuchen die Akteure der Versicherungswirtschaft, der Aktienmärkte und der Handelsplätze zu verstehen, zu simulieren und zukünftige Handlungen vorauszusagen.

Für autonom fahrende Autos müssen ganz neue Gesetze entstehen, die auf die neuen Fähigkeiten der Fahrzeuge zugeschnitten sind. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Autos korrekt verhalten, wenn sie Menschenleben gegen Materialkosten abschätzen müssen. Das gilt auch für den Luftverkehr in Ballungszentren, an dem bald verstärkt Dienstleistungs-Drohnen teilnehmen werden.

Nicht zuletzt erwähnen die Wissenschaftler und Unternehmer das Problem des nicht vorhandenen Datenschutzes. Wie sollen Unternehmen, Behörden und IT-Profis mit den ihnen zur Verfügung stehenden Daten umgehen? Die Erstellung von allgemein gültigen Leitlinien, soll dabei helfen, die Abgründe von künstlicher Intelligenz zu erkennen und vor ihnen halt zu machen.

 

Kommentare

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  1. Werner sagt:

    Die Sorgen des „Asimo-freien“ Deutschlands muten ein wenig an wie wenn sich Afrika um ein Lande-Anflug-System zum Mond Gedanken machen würde .
    Wie wenige Deutsche haben schon jemals etwas etwas von „Asimo“ gehört ? (Die DMN-Redaktion garantiert noch nie ! )

    mfg. Werner

  2. Christian Stroetmann sagt:

    Zum Glück gibt es seit dem 9.11.2006 mit OntoLinux und OntoLix das Original.

    Mit besten Grüßen
    Christian Stroetmann

  3. biersauer sagt:

    Wenn es von den Programmiererrn des WIN8.1 gemacht ist, dann könnte es chaotisch sein und eine Gefahr für die Menschheit. Begonnen hat diesees Chaos bereits nach dem XP, welches ein seehr gut durrchdachtes System war, welches die Geschäftemacher aber „verbesseern“ wolten. Jetzt sitzt man an Unrat, welchen es zu bändigen gibt!

  4. Samson sagt:

    Roboter mit Intelligenz werden Produkte mit hoher Intelligenz sein, aber ohne Gefühle.

    Menschen die so sind, werden Psychopathen genannt.

    DAS ist das Problem dabei.
    Roboter werden erkennen das der Mensch das Virus auf dem Planeten ist welcher für alle Arten bedrohlich ist.

    Die Lösung wird eine Reduzierung der Menschen auf ein „verträgliches Maß“ sein.
    Das liegt dann bei maximal 500 Millionen Menschen.

    Diese erhalten (fast) alle einen Chip damit man sie von der Roboter Zentraleinheit problemlos deaktivieren kann falls es Störungen gibt.