Aufträge im Maschinenbau brechen um 10 Prozent ein

Der deutsche Maschinenbau verliert jeden zehnten Auftrag. Das Minus betrifft sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft. Der schwache Euro müsste den Export eigentlich stützen. Doch in Russland brechen die Geschäfte aufgrund der Sanktionen ein.

Der zuletzt wachstumsstarke deutsche Maschinenbau hat im November einen Rückschlag hinnehmen müssen. Erstmals seit fünf Monaten gingen die Bestellungen zurück. Das Minus habe zehn Prozent betragen und sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft getroffen, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Dienstag mit. „Es bricht aber nun keine Panik aus“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers der Nachrichtenagentur Reuters. „Es ist ein Dämpfer, aber keine Trendwende.“ Er bekräftigte die Prognose, wonach die Branche ihre Produktion 2015 um zwei Prozent steigern will.

Die Inlandsorders seien im November um neun Prozent und die aus dem Ausland um elf Prozent gesunken, erläuterte Wiechers. „Einziger Lichtblick waren die Aufträge aus den Euro-Partnerländern.“ Es habe keine besonderen Effekte etwa durch fehlende Großaufträge gegeben. „Der November war ein mauer Monat. Die Entwicklung zeigt, dass die Konjunktur nicht ohne Störungen hoch läuft.“

Für den von kurzfristigen Schwankungen weniger stark beeinflussten Dreimonatszeitraum von September bis November haben die Unternehmen noch ein Plus von drei Prozent in den Büchern. Die Produktion sei im November leicht gestiegen. Die Maschinenbauer peilten weiter für 2014 ein Wachstum der Produktion um ein Prozent auf 199 Milliarden Euro an. Damit würden die Hersteller, zu denen neben zahlreichen Mittelständlern auch börsennotierte Unternehmen wie ThyssenKrupp und Gea gehören, die Rekordmarke von 196 Milliarden Euro aus dem Jahr 2008 knacken.

Die Exportzahlen könnten sich weiter sehen lassen, sagte Wiechers. Dabei komme den Herstellern auch der niedrige Euro zugute. In den ersten zehn Monaten seien die Maschinenausfuhren nach China um 3,7 Prozent und die in die USA um 6,4 Prozent gestiegen.

Einen Einbruch habe es im Russlandgeschäft gegeben, das unter den Sanktionen wegen der Ukraine-Krise und dem Rubelverfall leide. Hier seien die Ausfuhren um fast 17 Prozent zurückgegangen. Russland rutschte in der Bedeutung der Auslandsmärkte um einen Platz auf den fünften Rang hinter China, den USA, Frankreich und Großbritannien ab.

Kommentare

Dieser Artikel hat 3 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Allesklar? sagt:

    Dafür machen nun die Amis gute Geschäfte mit Russland.
    Die USA haben im letzten Jahr 23% mehr nach Russland importiert. Bereinigt stieg der Handel zw. Russland und den USA im vergangenen Jahr um 7,3%.
    Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

  2. effe sagt:

    Danke, Merkel

    Der Abschuss der Mh017 ist immer noch nicht erwiesen
    aber diese Frau schafft es Millarden von Steuergelder
    (70 Millarden Griechenland – offiziell
    2 Millarden Ukraine
    xx Millarden Russland Sanktionen)
    zu versenken.

    Allein Griechenland kostet den Steuerzahler soviel wie 50- 140 Jahre Autobahnmaut
    (wogenen Sie vor der Wahl dagegen war, aber jetzt nichts mehr dazu sagt),
    je nachdem, welche Berechnungsgrundlage genommen wird.

  3. Werner sagt:

    Maschinenbau war (vor-) gestern.
    Man sehe sich bitte die Aufträge in der deutschen Computerindustrie an . (Oh , es gibt garkeine deutsche Computerindustrie … Peinlich )

    mfg. Werner