Intel stellt Computer in Knopfgröße vor

Intel hat einen Mini-Computer entwickelt der in einen Knopf passt. Der Prototyp Curie steckt voller Sensoren und soll vor allem in dem boomenden Bereich der Wearables Anwendung finden. Da bei technologischen Accessoires das Design eine größere Rolle spielt, wird die Hardware immer unsichtbarer.

Intel hat einen Mini-Computer entwickelt der in einen Knopf passt. Der Prototyp Curie wurde auf der Technologie-Messe CES in Las Vegas vorgestellt. Er steckt voller Sensoren und soll vor allem in dem boomenden Bereich der Wearables, also der tragbaren Technologie wie Smartwatches und Co Anwendung finden. Da bei technologischen Accessoires das Design eine größere Rolle spiele, sei es wichtig, die Hardware so leicht und unsichtbar wie möglich zu machen.

Dennoch handelt es sich bei Curie nicht nur um einen bloßen Chip. Wie Technology Review berichtet, kann das Gerät schon in der jetzigen Prototyp-Phase bereits einfache Aufgaben wie das Schrittezählen erfüllen. Um den Überraschungs-Effekt zu verstärken, hat der Intel CEO Brian Krzanich während seines Vortrags tatsächlich einen Knopf seiner Jacke abgenommen, in dem der Mikro-Computer versteckt war.

Neben verschiedenen Sensoren, die alle Arten von Bewegung registrieren können, ist auch ein Radio und eine Bluetooth-Schnittstelle integriert. Dadurch will der Hardware-Hersteller den Produzenten von Wearables und anderen Klein-Technologie-Geräten ermöglichen, mittels Curie allerlei Geräte miteinander zu verbinden. Auch damit liegt Intel ganz im Trend der CES. Eine Vernetzung aller Geräte ist das erklärte Ziel einer ganzen Reihe von Startups wie etwa Nest oder auch etablierten Unternehmen wie Samsung, die ebenfalls angekündigt haben, in den kommenden Jahen alle ihre Geräte mit dem Internet zu verbinden.

Um die Zeit bis zur Marktreife des  Curie-Prototyps zu überbrücken, stellte Intel am Tag darauf noch eine ähnliche Erfindung in einer leicht größeren Verpackung vor: Der Intel-Stick passt als vollwertiger Computer mit Quad-Core-Atom-Prozessor in einen USB-Stick und soll noch im Frühjahr auf den Markt kommen, berichtet Tech Crunch.

Kommentare

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  1. Christian Stroetmann sagt:

    Im Grunde handelt es sich nur um ein Standard-System-on-(a)-Chip (Quark), das mit der aktuellen Standardmethode hergestellt wurde. Nur aus letzterem resultiert die kleine Dimension, aber nicht aus irgendeiner angeblich genialen Systemarchitektur. Solche Geräte herstellen zu können gehört heutzutage zum Pflichtprogramm von jedem größeren Chip-Hersteller.

    Das SoC Curie steckt auch nicht voller Sensoren, wie in der Überschrift gesagt wird, sondern bietet lediglich einen 6-Achsen-Sensor (Beschleunigung und Gyroskop), einen DSP-Sensorhub und eine Bluetooth-Schnittstelle neben 80 KByte SRAM und 384 KByte Flash-Speicher. Wenn überhaupt etwas an dem SoC herausragend sein könnte, dann ist das die 32-Bit-Chip-Architektur.

    Genauso ist die runde Form keine Revolution im Gegensatz zu der Behauptung des Unternehmens, da es eingebettete System auf runder Platine schon länger gibt.

    Höchstwahrscheinlich ist das SoC Curie für die Anwendungen, für die es erdacht wurde, im Vergleich zu den vielen Alternativen entweder zu schwach oder zu teuer.

    Mit besten Grüßen
    Christian Stroetmann