ZF Friedrichshafen erwartet Millionen-Einsparungen

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen will durch die Übernahme des US-Rivalen TRW Millionen einsparen. Dazu würden die Lieferantenlisten der beiden Unternehmen analysiert, Mit dem Kauf von TRW, der in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden soll, steigt ZF in die Liga der weltweit führenden Autozulieferer auf.

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen verspricht sich von der Übernahme des US-Rivalen TRW millionenschwere Einsparungen. Im Einkauf sollen in den kommenden drei Jahren Einsparungen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erzielt werden. Dazu würden die Lieferantenlisten der beiden Unternehmen analysiert, sagte ZF-Chef Stefan Sommer dem Branchenblatt Automobilwoche. „Das zu kombinieren, zu fokussieren und die entsprechenden Hebel zu bewegen, erwarten unsere Kunden von uns und gehört auch bei uns zu den Prioritäten.“

ZF will TRW stärker als Innovationsführer bei Fahrerassistenz und Fahrzeugsicherheit positionieren. TRW werde das Entwicklungsteam „Automatisiertes Fahren“ in diesem Jahr deutlich verstärken, kündigte Sommer an. Innerhalb von drei Jahren seien weltweit mehr als 650 Ingenieure und Techniker für das Elektronikgeschäft eingestellt worden, die vor allem neue Radar- und Kamerasysteme entwickelten.

Mit dem Kauf von TRW, der in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden soll, steigt ZF in die Liga der weltweit führenden Autozulieferer Continental, Bosch und Denso aus Japan auf. Der Getriebehersteller vom Bodensee will mit Hilfe des US-Konzerns, der unter anderem Kamera- und Radarsysteme produziert, seine Marktposition als Ausrüster von Elektroautos sowie von Assistenzsystemen stärken.

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