Gespräche gescheitert: IG Metall will Donnerstag streiken

Das Angebot der Arbeitgeber der metallverarbeitenden Industrie liegt deutlich unter den Forderungen der IG Metall. Die Arbeitgeber sind bereit 2,2 Prozent mehr zu zahlen. Die konjunkturelle Entwicklung lasse nicht mehr zu.

Im Tarifstreit der Metallindustrie kommt es in der Nacht zum Donnerstag zu den ersten bundesweiten Warnstreiks. Arbeitgeber und Gewerkschaft trennten sich nach der zweiten Verhandlungsrunde am Montag in Baden-Württemberg ohne Ergebnis. Die Positionen lägen noch weit auseinander, erklärten der Bezirkschef der IG Metall Baden-Württemberg, Roman Zitelsberger, und Südwestmetall-Chef Stefan Wolf am Montag in Ludwigsburg. Die IG Metall lehnte das Angebot der Arbeitgeber ab. Die Tarifparteien vertagten sich auf den 11. Februar.

Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie haben in den Tarifverhandlungen eine Lohnerhöhung um 2,2 Prozent ab 1. März angeboten. Eine stärkere Anhebung der Entgelte sei wegen der aktuellen Konjunktur und der Tariferhöhungen der vergangenen Jahre nicht angemessen, erklärte der Arbeitgeberverband Südwestmetall am Montag am Rande der Verhandlung in Ludwigsburg. Laufzeit des Tarifvertrages solle vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 sein, so dass in den ersten beiden Monate die Entgelte unverändert bleiben.

Die IG Metall fordert eine Tariferhöhung von 5,5 Prozent für die bundesweit rund 3,7 Millionen Beschäftigten der Branche sowie neue Regelungen zu Altersteilzeit und Weiterbildung. Die Bedingungen zur Altersteilzeit wollen die Arbeitgeber nach ihrem ersten Angebot jedoch noch verschlechtern.

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