Putin beschließt 30 Milliarden Euro Konjunkturpaket

Wladimir Putin will die Wirtschaft Russlands mit einem 30 Milliarden Euro schweren Konjunkturpaket ankurbeln. Zudem wird eine Bad Bank für giftige Wertpapiere errichtet. Russland droht angesichts einer Verschärfung der Sanktionen eine tiefe Rezession.

Russland hat im Kampf gegen die Wirtschaftskrise ein Konjunkturpaket von umgerechnet rund 30 Milliarden Euro geschnürt. Darin enthalten sein solle eine Bad Bank für problematische Geschäftsbereiche der Kreditinstitute, teilte die Regierung in Moskau am Mittwoch mit. Zudem solle die staatliche Förderbank VEB rund vier Milliarden Euro erhalten, um die Kreditvergabe an die Wirtschaft anzuschieben. Daneben würden die Staatsgarantien für bestimmte Investitionsprojekte aufgestockt. Änderungen an dem Paket seien möglich, die Summe stehe noch nicht endgültig fest. Die Regierung hatte bereits Hilfen für die Banken über gut 15 Milliarden Euro angekündigt.

Der russischen Wirtschaft machen die westlichen Sanktionen im Ukraine-Konflikt und der Ölpreis-Verfall zu schaffen. Ihr droht dieses Jahr eine tiefe Rezession. Die EU verhandelt derzeit sogar über eine Verschärfung der Sanktionen.

Die US-Ratingagentur S&P hat die Kreditwürdigkeit Russlands am Montag auf Ramschniveau herabgestuft. Die Bewertung liege nun bei BB+ nach BBB-, teilte die Agentur am Montagabend mit. Die Flexibilität in der Geldpolitik habe sich ebenso abgeschwächt wie die Aussichten für das Wirtschaftswachstum, erklärte die Agentur. Als Reaktion auf die Herabstufung verlor der Rubel mehr als fünf Prozent gegen den Dollar.

Kommentare

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  1. Mersy sagt:

    Wooow 30 Milliarden das verbrennen unsere Banken in einen Monat

  2. kutscherkarl sagt:

    Wesentlichster Aspekt ist die Aus und Weiterbildung der Jugend.