Rubel-Krise könnte Metro 200 Millionen Euro kosten

Die Rubel-Krise könnte den Metro-Konzern 200 Millionen Euro kosten. Denn momentan bekommt der Konzern für einen Euro rund 80 Rubel. Doch im operativen Geschäft meldet der Konzern keine Veränderungen.

Die durch die Russland-Krise hervorgerufene Rubelschwäche könnte die Bilanz des Metro-Konzerns deutlich belasten. „Momentan bekommen Sie für einen Euro rund 80 Rubel. Bleibt der Kurs dauerhaft auf diesem Niveau, kostet uns das rund 200 Millionen Euro im operativen Ergebnis“, sagte Metro-Chef Olaf Koch der „WirtschaftsWoche“. Dieser Effekt könne nicht kompensiert werden.

Im operativen Geschäft seien keine Rückgänge spürbar, sagte Koch weiter. Aus Sorge, dass der Rubel weiter an Wert verliere, hätten viele Russen Einkäufe vorgezogen und ihr Geld in neue Fernseher oder Kühlschränke investiert. Trotz der Importsanktionen und der wirtschaftlichen Lage in Russland wolle der Handelskonzern dort voll leistungsfähig bleiben und auch Marktanteile ausbauen, sagte Koch. Von Oktober bis Dezember eröffnete der Handelskonzern dort zwölf neue Märkte, sieben davon gehören zur Sparte Cash&Carry.

Die russische Währung verlor im vergangenen Jahr zum Dollar 40 Prozent an Wert. Russland leidet stark unter dem Ölpreisverfall. Auch die wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Sanktionen des Westens machen dem Land zu schaffen.

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  1. ReiHe44 sagt:

    Eine Wahrheit lautet – Geld verschwindet nie, es wechselt nur den Besitzer – bleibt also zu raten, wer der neue Besitzer ist. Wer kennt die Lösung ?