Ford verliert Markt-Anteile in Russland

Der Auto-Bauer Ford hat in Russland aufgrund der Preissenkungen von Konkurrenten, vor allem aus Japan und Korea, Marktanteile verloren. Finanz-Vorstand Bob Shanks sagt, dass Ford seine Preise anpassen werde.

Ford befürchtet dieses Jahr anhaltende Probleme im russischen Markt. „2015 sieht nicht gut aus“, sagte Finanzvorstand Bob Shanks dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Der US-Autobauer hatte wegen der schwachen Konjunktur in Russland kürzlich seine Prognose für das Europageschäft im laufenden Jahr gesenkt.

Ford verlor laut Shanks in Russland durch aggressive Preissenkungen von Konkurrenten vor allem aus Japan und Korea Marktanteile. Die japanischen Hersteller nutzten den Wettbewerbsvorteil des schwachen Yens, während „die Koreaner mit den Japanern mithalten wollen“. Kampflos wolle Ford den Markt aber nicht räumen: „Wir passen unsere Preise aggressiv an“, sagte Shanks. Bislang entließ Ford einige hundert russische Arbeiter und kürzte die Produktion. Der Finanzchef sprach von weiteren Maßnahmen, ohne ins Detail zu gehen. „Alle Optionen liegen auf dem Tisch“, sagte er, schloss aber einen Marktaustritt aus.

Auch der US-Rivale General Motors leidet unter der nachlassenden Nachfrage in dem riesigen Schwellenland und legt für zwei Monate die Produktion in dem Land still. Volkswagen kostete die Rubel-Abwertung nach Betriebsratsangaben im abgelaufenen Jahr einen dreistelligen Millionenbetrag in Euro. Im vergangenen Jahr lag Russland mit 2,5 Millionen Pkw-Neuzulassung weltweit auf Rang sieben hinter Indien. Zum Vergleich: In Deutschland wurden 2014 etwas mehr drei Millionen Wagen zu registriert, das bedeutet Rang fünf.

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  1. kriemhilde.schweitzer sagt:

    Ist auch kein Wunder, Merkel und die EU haben doch diese Situation gewollt. Merkel ist doch der USA hörig. Sie treiben es mit den Sanktionen gegen Russlands zu weit. Ich sage nur zum Wohle des Volkes. Merkel treibt Deutschland noch ihn einen Krieg.Wie hörig muss man sein.Und das alles für die Ukraine die für mich zu Russland gehört