Haniel-Holding sucht mittelständische Unternehmen zum Kauf

Die Familien-Holding Haniel ist auf der Suche nach Übernahmezielen. Man habe einschließlich Fremdkapital 1,5 Milliarden Euro für Zukäufe zur Verfügung. Davon wolle Haniel in den nächsten Jahren fünf bis sechs mittelständische Unternehmen aus verschiedenen Branchen kaufen, so der Konzernchef.

Die Familien-Holding Haniel will auf ihrer Suche nach Übernahmezielen noch 2015 fündig werden. „Ich möchte in diesem Jahr wenigstens eine Akquisition unter Dach und Fach bringen“, sagte Vorstandschef Stephan Gemkow in einem veröffentlichten Interview der Welt. Nach dem Verkauf der Beteiligung am Pharmahändler Celesio habe Haniel einschließlich Fremdkapital 1,5 Milliarden Euro für Zukäufe zur Verfügung. Davon wolle Haniel in den nächsten Jahren fünf bis sechs mittelständische Unternehmen aus verschiedenen Branchen in Europa und Nordamerika kaufen, bekräftigte der Konzernchef. Der Jahresumsatz der Firmen sollte jeweils nicht unter 100 Millionen Euro liegen. „Es kann aber auch eine Milliarde oder mehr sein“, fügte er hinzu.

Haniel, mit einem Anteil von rund 30 Prozent Großaktionär beim Handelskonzern Metro, will sich durch die Zukäufe breiter aufstellen, um nicht vom konjunkturanfälligen Handel abhängig zu sein. „Bei größeren Akquisitionszielen könnten wir uns auch mit Partnern zusammenschließen“, sagte Gemkow. „Dabei wollen wir aber auf Sicht immer die Kontrolle über unsere Beteiligungen ausüben.“ Zu dem Duisburger Traditionskonzern gehören auch der Versandhändler Takkt, der Rohstoffhändler ELG und die Hygiene-Tochter CWS Boco.

Das Hauptinvestment Metro bereitet der Familien-Holding derzeit wenig Freude: „Die Wertentwicklung bei Metro ist seit Jahren nicht so, wie wir sie gerne hätten“, sagte Gemkow der Zeitung. Das Management des Konzerns habe vieles gemacht, was in die richtige Richtung gehe. Es komme aber Gegenwind etwa durch die Rubel-Krise in Russland, einem wichtigen Markt für Metro. Verkaufen wolle Haniel seine Beteiligung aber nicht. Dafür sei der Kurs der Metro-Aktie zu niedrig. „Zudem haben wir angesichts des gegenwärtigen Zinsniveaus keine Verwendung für weitere Liquidität“.

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