Schwacher Rubel verdirbt Metro den Jahresbeginn

Der Gewinn des deutschen Großhändlers Metro ist im ersten Quartal 2015 um zehn Prozent eingebrochen. Der schwache Rubel schadet dem Umsatz im sonst stark wachsenden Markt in Russland. 60 Millionen Euro sind Metro dadurch entgangen.

Der stark in Russland engagierte Handelsriese Metro hat im Weihnachtsgeschäft wegen des schwachen Rubel-Kurses weniger verdient. Dabei konnte der Konzern aber abseits des Russland-Geschäfts zulegen, das langjährige Sorgenkind Media-Saturn verdiente etwa deutlich mehr als vor Jahresfrist.

Der operative Gewinn (Ebit) vor Sondereffekten sei im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 auf 1,024 (Vorjahr: 1,073) Milliarden Euro gesunken, teilte Metro am Dienstag in Düsseldorf mit. Rund 60 Millionen Euro habe der Konzern dabei durch negative Wechselkurseffekte vor allem durch den Rubel verloren. Unter dem Strich und nach Anteilen Dritter blieb ein Gewinn von 404 (451) Millionen Euro. Metro übertraf bei operativen Ergebnis die Erwartungen des Marktes. Analysten hatten den operativen Gewinn vor Sondereffekten bei 1,008 Milliarden Euro und den Gewinn nach Minderheiten bei 428 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz im Weihnachtsquartal hatte bei 18,3 Milliarden Euro gelegen.

Im Gesamtjahr 2014/15 will Metro wechselkursbereinigt ein leichtes Umsatzplus erreichen. Der operative Gewinn (Ebit) vor Sonderfaktoren soll gegenüber den 1,727 Milliarden aus dem Vorjahr ebenfalls „leicht“ zulegen.

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