Fahrdienst Uber führt Panik-Funktion ein

Uber will seinen Mitfahr-Service sicherer machen. Die Einführung eines Panic-Buttons ermöglicht es Nutzern, jederzeit die Polizei zu verständigen. Nach dem Update der App können Mitfahrer ihren Standort mit bis zu fünf weiteren Personen teilen. Uber reagiert damit auf einen Vorfall in Indien, bei dem eine Mitfahrerin vom Fahrer vergewaltigt wurde.

Nutzer des Fahrdienstes Uber können mit der aktuellsten Version der Software einen Notruf absetzen. Das soll die Dienstleistung in Indien sicherer machen. Außerdem können sie ihren Aufenthaltsort mit bis zu fünf Menschen teilen. Die beiden Funktionen wurden eingeführt, nachdem eine Mitfahrerin öffentlich gemacht hatte, dass sie im Dezember in Neu Delhi von einem Fahrer vergewaltigt worden sei.

Uber nennt die Notruf-Funktion „Panic-Button“ und die Weitergabe des Standortes das Safety-Net, berichtet der Guardian. Zusätzlich zu den Funktionen baut das Unternehmen ein Team von Mitarbeitern auf, das auf die Notrufe reagiert.

Die neuen Funktionen sollen ab Mittwoch für Nutzer in Indien verfügbar sein. Uber sagte nicht, ob die Funktionen auch in anderen Ländern verfügbar sein soll, kündigte aber weitere Updates in den kommenden Monaten an.

Uber wird mit 40 Milliarden US-Dollar bewertet und ist eines der erfolgreichsten und umstrittensten Unternehmen der vergangenen Jahre. Durch den Fahrdienst geraten Taxi-Industrien in zahlreichen Ländern der Welt unter Preis- und Anpassungsdruck. In Neu Delhi ist Uber derzeit verboten.

Die Mehrheit der Deutschen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren wünscht sich ein größeres Angebot an Mitfahr-Services (Ridesharing) wie Uber in Deutschland, um ihre persönlichen Fortbewegungsmöglichkeiten zu erweitern. 70 Prozent der Befragten wollen entsprechende Dienste in Anspruch nehmen oder haben dies bereits getan, so eine Studie von Penn Schoen und Berland. Gleichzeitig sieht rund die Hälfte der Befragten die Regierung in der Pflicht, innovative Optionen dieser Art zu fördern. In der Umfrage wurden mehr als 1.000 Deutschen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren befragt.

Junge Deutsche stehen Wettbewerb, Innovationen und neuen Transportmöglichkeiten sehr positiv gegenüber. Drei von fünf Befragten sprechen sich generell für die aktive Förderung von Wettbewerb und innovativen Konzepten durch die Politik aus und wünschen sich explizit mehr Auswahlmöglichkeiten bei der Personenbeförderung in ihrer Region.

Bislang nutzen nur fünf Prozent der Deutschen zwischen 18 und 35 Jahren regelmäßig Ridesharing Dienste. Die Mehrheit von rund 65 Prozent sieht aber in genau diesem Angebot eine ernstzunehmende Option, die sie zukünftig nutzen wollen. Vor allem in ländlichen Gegenden fehlt es ihnen an ausreichend öffentlichen Transportmöglichkeiten.

In Deutschland bietet Uber seine Dienste bereits in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Düsseldorf an. Weltweit ist Uber in 205 Städten und 45 Ländern aktiv.

Kommentare

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  1. Antimon sagt:

    Nur was bringt so ein Panik-Button im Ernstfall? Sicher die Polizei wird verständigt, kann ich mir viel davon kaufen, wenn ich danach die Radieschen von unten betrachten kann und der Täter das Smartphone während der Fahrt durchs Fenster entsorgt hat. Am gemeldeten Standort des Notrufes wird nichts zu finden sein und dort wo sich das Smartphone befindet, wird die Polizei auch nicht fündig werden. Sprich gerade für die Katz das ganze, es sei denn Uber erfindet das Beamen und nen Polizist ist auf Knopfdruck zur Stelle.

  2. Martin Berse sagt:

    Ich bin sehr zufrieden mit Uber. Kleiner Tipp: Mit dem Code: lcvkl erhält man bei der Anmeldung 20€ Guthaben geschenkt. Hat bei mir super funktioniert!