Schweizer Unternehmen wollen nach Asien expandieren

Jedes dritte Schweizer Unternehmen will in ferne Märkte expandieren. Auch Europa bleibt für den Mittelstand wichtig. Die Exportaussichten nach Frankreich und Italien trüben sich jedoch ein.

Rund ein Drittel (31%) aller Schweizer Unternehmen wollen in Ferne Märkte expandieren. Am häufigsten zieht es die Unternehmer nach Asien und in den Pazifikraum. Europa bleibt aber für die Exporttätigkeit des Schweizer Mittelstands weiterhin sehr bedeutsam. Mehr als ein Viertel (26%) der KMU wollen in Europa aktiv werden.

Derzeit zählen Deutschland, die USA und Frankreich zu den wichtigsten Exportmärkten für Schweizer KMU (kleine und mittlere Unternehmen). Die ersten beiden entwickeln sich positiv, die Exportaussichten für Frankreich trüben sich dagegen eher ein, ergibt eine Umfrage von Switzerland Global Enterprise (S-GE) bei 217 Schweizer Unternehmen.

Das Exportbarometer der Credit Suisse bildet die ausländische Nachfrage nach Schweizer Produkten ab und liegt derzeit mit einem Wert von 1.02 knapp über dem langjährigen Schnitt und dem Vorquartalswert. „Die USA sind derzeit der bedeutendste Exportwachstumstreiber, dies aufgrund der dynamischen Erholung der US-Wirtschaft sowie der Parität des erstarkten Dollars zum Schweizer Franken“, so Lukas Gehrig, Ökonom bei der Credit Suisse. „Die Exportaussichten für die Eurozone bleiben hingegen durchzogen. Deutschland sendet nach wie vor eher positive Signale. In Italien und Frankreich hingegen deuten Produktionsrückgänge auf eine Verschlechterung der Exportmöglichkeiten hin.“

Wie im Vorquartal wollen nach wie vor 92 Prozent der von S-GE befragten KMU in den nächsten sechs Monaten nach Europa exportieren. Frankreich und Italien werden dabei weniger häufig genannt als im 4. Quartal 2014. Asien gewinnt als Exportregion weiter an Bedeutung. Wie im Vorquartal beabsichtigen 41 Prozent der befragten KMU in die USA zu exportieren, nach Nordamerika sind es 46 Prozent. Die Exporte in den Nahen Osten und nach Afrika mit je 28 Prozent sowie Südamerika mit 19 Prozent bleiben unverändert.

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