Moody’s senkt Rating für Russland auf Ramschniveau

Die US-Ratingagentur Moody's hat Russlands Bonität auf Ramschniveau gesenkt. Russlands Finanzminister Anton Siluanow sagte anschließend, dass die Herabstufung politisch motiviert sei.

Die Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit Russlands auf Ramschniveau herabgestuft. Die Bewertung liege nun bei Ba1 nach Baa3, teilte die Agentur am Freitagabend mit. Als Gründe nannte Moody’s die Krise in der Ukraine, den Preisverfall beim Erdöl und den Wechselkurs des Rubel. Den Ausblick beließ die Agentur bei negativ. Auch die anderen großen Ratingagenturen S&P und Fitch hatten Russlands Bonität zuletzt herabgestuft.

Russlands Finanzminister Anton Siluanow erklärte, die Entscheidung von Moody’s basiere auf „Faktoren politischen Charakters“. Die Herabstufung werde keine ernsthaften zusätzlichen Auswirkungen auf den russischen Kapitalmarkt haben.

Kommentare

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  1. bobo sagt:

    Wenn Russen und besonders Chinesen eine Pipeline bauen, ist das kein deutscher Flughafen. die ziehen das durch und machen fertig.

  2. bobo sagt:

    Nur Schade, dass Rußland vom Finanzmarkt nicht abhängig ist, mit einer Staatsverschuldung von 10 % des BIP und hohen Währungsreserven. Bis die Pipeline nach China fertig ist kann sich Rußland auch mit gefallenen Energtepreisen halten. Paralel dazu wird die Seidenstrasse gebaut. Da Europa kein verlässlicher Handelspartner ist gehen dann auch alle anderen Rohstoffe aus dem rohstoffreichsten Land der Welt vorrangig nach China. China hällt sich immer an Verträge, schon seit der Kaiserzeit. Für Deutschland die ungünstigste Position.

  3. Bernhard sagt:

    Der Westen hat überhaupt nicht kapiert, dass solche politischen Maßnahmen NullkommaNull bringen, weil die westliche Sanktionspolitik Russland geradezu gezwungen hat sich alternativ aufzustellen. Sicher, das dauert noch vielleicht 4 bis 5 Jahre, aber dann ist der Euroasische Markt neu aufgestellt, so dass die Finanzmacht TTIP gegen den Eurasischen Markt antreten kann.

    Was Schäuble und Merkel erkannt haben, dass Staaten von der Verschuldungsorgie runterkommen müssen, das ist eine bewundernswerte Erkenntnis; Staatenfinanzierung muss neu aufgestellt werden.

    Was hat das mit dem Thema Eurasischer Markt vs. TTIP zu tun? Die deutliche Reduzierung der externen Staatenfinanzierung ergänzt sich zwingend! Rating Agenturen sind dann etwas für eine Wirtschafts- Historienbeschreibung.

  4. karl sagt:

    Es kann sich jeder nur abkoppeln und unabhängig machen. Das gelingt teilweise bei der Selbstversorgung und beim Verkehr mit Elektro-Fahrzeugen.
    Diese jetzige Preiswaffe beim Erdöl wird sich bald wieder legen, denn langsam verpufft der Effekt und dann werden die Versäumnisse nachgeholt.
    Kein Kapitalismus kann auf Dauer von Verlusten existieren und die Preisee werden das alles wieder einbringen. Daher Vorsorge jetzt! https://eckieok.wordpress.com/

  5. Delta120 sagt:

    Russland hat in 3 Jahren seine Piplines nach China in Betrieb und dann ist es eh aus zwischen Russland und dem Westen.

  6. karl sagt:

    Russland wird aus diesen „Sanktionen“ seine Lehren ziehen!
    Der Umbau der Handelsbezihingen zm Asiatischen Raum, wird allerdings noch andauern, was zu überbrücken ist. Dann werden allerdings die >Folgen auch für die Europäer und damit für die USA spürbar. Zuerst werden die Guthaben mit den USA-Staatsanleihen den Bankrott der Russen verhindern, weil es kann der Hohe Dollar dazu verwendet werden. Kartoffel anbauen und Schweine züchten kann Russland schon lange.

  7. Leopold sagt:

    Da stehen rein politische und wirtschaftliche Interessen dahinter. Die USA will den Kalten Krieg zurück. Zum Vorteil ihrer Militärindustrie. Denn wenn die Nato aufrüstet boomt das Geschäft!