Deutsche Bank prüft Verkauf von Anteil an Hua Xia Bank

Nach einem Medienbericht denkt die Deutsche Bank über den Verkauf ihrer 20-prozentigen Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank nach. Der Anteil soll umgerechnet 1,6 Milliarden Euro wert sein.

Die Deutsche Bank stellt einem Magazinbericht zufolge ihre knapp 20-prozentige Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank infrage. Ein Verkauf des Pakets dürfte im Rahmen der laufenden Strategieprüfung intensiv diskutiert werden, berichtete die „WirtschaftsWoche“ unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. „Die Hua Xia Bank bindet viel Kapital und hat nur mäßige Perspektiven.“ Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain habe den Sinn der Beteiligung intern bereits mehrfach angezweifelt. Privatkundenvorstand Rainer Neske dagegen habe das Engagement stets vehement verteidigt. Dem Magazin zufolge ist der Anteil derzeit umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro wert.

Die Deutsche Bank ist seit Mai 2006 an dem chinesischen Geldinstitut beteiligt. Beide Häuser kooperieren vor allem im Kreditkartengeschäft und im Geschäft mit vermögenden Chinesen. Neske hatte die Partnerschaft mit Hua Xia einst als „Speerspitze unserer China-Strategie“ bezeichnet.

Deutschlands größtes Geldhaus arbeitet derzeit an einer neuen Strategie, nachdem zentrale Ziele der 2012 ausgerufenen „Agenda 2015+“ unerreichbar scheinen – etwa das Renditeziel. Ergebnisse sollen im zweiten Quartal bekanntgegeben werden. Dem Magazin zufolge diskutiert der Vorstand derzeit drei oder vier künftige Geschäftsmodelle, mit denen sich die Bank mehr auf ihre Stärken fokussieren soll. Eine Fortsetzung des bisherigen Kurses in leicht abgespeckter Version werde es wohl nicht geben.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.