USA treibt Freihandel mit Asien und Südamerika voran

US-Präsident Barack Obama möchte das Transpazifische Partnerschaftsabkommen so schnell wie möglich abschliessen. Doch Washington befindet sich in der Position eines Beitritts-Kandidaten. Die Verhandlungen könnten sich noch hinziehen.

US-Präsident Barack Obama hat für einen raschen Abschluss des Freihandelsabkommens mit Asien und Südamerika geworben, das 40 Prozent des globalen Wirtschaftsraums abdecken würde. Er werde eng mit den Republikanern im Kongress zusammenarbeiten, um das Transpazifische Partnerschaftsabkommen (TPP) schnellstmöglich zu verabschieden, sagte Obama am Samstag in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache. Mit Blick auf Kritik auch in Reihen seiner Demokraten ergänzte er: „Ich muss eingestehen, dass frühere Handelsabkommen nicht immer den Erwartungen gerecht wurden. Aber das heißt nicht, dass wir uns selbst von neuen Chancen abschneiden sollten.“

Umfragen hatten zuletzt ergeben, dass jeder fünfte Amerikaner skeptisch ist, dass durch Freihandelsabkommen neue Arbeitsplätze entstehen. Weniger als 20 Prozent glauben demnach, dass Freihandel zu höheren Löhnen führt. Neben dem Abkommen TPP streben die USA auch ein transatlantisches Handelsabkommen mit der Europäischen Union (TTIP) an. Die Verhandlungen laufen seit rund eineinhalb Jahren. Der angestrebte gemeinsame Markt soll fast ein Drittel der Welthandelsströme umfassen.

Kommentare

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  1. Leopold sagt:

    Das soll nur Druck auf die EU ausüben. Dieses Freihandelsabkommen hat doch nur ein Ziel, den Einfluss der Wirtschaftsunternehmen auf einzelstaatliche Gesetze und Regelungen. Der Verbracherschutz soll ausgehebelt werden und der Steuerzahler bezahlen. Wenn TTIP, dann muss die EU auch die amerikanische Gerichtsbarkeit und amerikanisches Strafmaß bei Verstößen mit übernehmen.