Brandgefahr: Mercedes ruft weltweit knapp 300.000 Fahrzeuge zurück

Aufgrund von fehlerhaften Teilen im Motorraum muss Mercedes auch in den USA 147.000 Autos zurückrufen. Die Teile könnten einen Brand auslösen. Damit erhöht sich die Zahl der defekten Luxusfahrzeuge auf 297.000. Auch in China und Europa sind Autos der Baujahre 2013 bis 2015 betroffen.

Mercedes weitet seinen Rückruf wegen möglicher Brandgefahr auf die USA aus. Betroffen seien 147.000 Wagen der E- und der CLS-Klasse der Baujahre 2013 bis 2015, teilte die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA am Sonntag mit. Ein ähnliches Problem hatte die Daimler-Tochter vor rund einer Woche zum Rückruf von insgesamt 149.000 Autos in Europa und China veranlasst.

Bei Wagen der E- und der CLS-Klasse könne sich ein Teil im Motorraum lösen und im Extremfall einen Brand auslösen, teilte der Autobauer mit. Betroffen sei eine Dichtung an der Trennwand im Motorraum, die auf heiße Teile herabfallen könne. Um dies zu verhindern, würden in der Werkstatt Klammern angebracht. Bislang gebe es keine Berichte über Unfälle oder Schäden. Die Teile würden kostenlos ausgetauscht.

Die Zahl der Rückrufaktionen steigt bei allen Autoherstellern. Schnelle Produktion ist wichtiger als hohe Qualität. Deutsche Hersteller jagen so immer wieder neuen Absatzrekorden und Rekordeinnahmen hinterher.

Daimler -Chef Dieter Zetsche hat im vergangenen Jahr erneut eine der höchsten Vergütungen aller Dax-Vorstandschefs kassiert. Einschließlich Bonuszahlungen und Aktienoptionen erhielt Zetsche 2014 insgesamt 8,36 Millionen Euro, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Zetsche dürfte damit weiter zu den Topverdienern der Unternehmenslenker zählen: 2013 hatte er nach Volkswagen -Chef Martin Winterkorn, der 15 Millionen Euro einstrich, das zweithöchste Gehalt noch vor den Deutsche-Bank -Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen erhalten.

Der Mann an der Vorstandsspitze des Stuttgarter Autokonzerns erhielt damit 1,4 Prozent als 2013. Zetsches Vorstandskollegen, die jeweils zwischen 3,18 und 3,74 Millionen Euro verdienten, wurden mit vier bis zehn Prozent mehr bedacht. Alle Grundvergütungen bis auf die von Zetsche wurden um fünf Prozent erhöht. Eine Erklärung dazu gibt es im Bericht nicht. Wichtigster Maßstab für die Managergehälter ist der operative Gewinn. Dieser stieg aus dem laufenden Geschäft zwar mit 10,1 Milliarden Euro um 27 Prozent auf einen neuen Höchststand, lag unbereinigt wegen eines Sondergewinns im Jahr zuvor aber ein Prozent unter dem Wert von 2013.

Erstmals veröffentlichte Daimler auch die tatsächlichen Auszahlungen an den Vorstand während des Geschäftsjahres. Hier werden zum Beispiel Zuflüsse aus fällig werden Aktienoptionen erfasst. Bei Zetsche wurden aus einem früheren Programm allein 7,5 Millionen Euro fällig, sodass faktisch insgesamt 14,4 Millionen Euro auf sein Konto flossen. Der 61-Jährige gehört auch zu den Unternehmenslenkern mit den höchsten Pensionsansprüchen. Der Konzern muss für Zetsches Rente derzeit 39 Millionen Euro zurücklegen, zehn Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das liegt an den zurzeit historisch niedrigen Zinsen.

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  1. fan sagt:

    Ich weiß schon seit Jahren, warum ich mir keinen Mercedes kaufen würde:

    In jeder Beziehunh viel zu teuer, nicht besser als andere Marken und laufend neue Probleme..!