Strom ohne Netz: Mini-Wasserkraftwerk für unterwegs

Ein tragbares Mini-Wasserkraftwerk erzeugt auch in kleinen Gewässern Energie. Der Rotor schwimmt einfach im Wasser und kann per Kabel direkt als Stromquelle genutzt werden. Er soll in Ufergebieten ohne Stromanschluss den Diesel-Generator ersetzen.

Ein tragbares Mini-Wasserkraftwerk könnte die Energieversorgung in Gegenden ohne Stromanschluss revolutionieren. Die Rotorturbine passt in einen Schwimmring und kann in Flüssen und an Küsten Strom erzeugen. Ein Anschluss an das Stromnetz ist dazu nicht nötig: Das Kraftwerk kann einfach zu Wasser gelassen und per Kabel direkt als Stromquelle genutzt werden.

Die Hersteller haben damit nach eigenen Angaben vor allem eine Lösung für ländliche Gebiete entwickelt, die keinen Anschluss an das Stromnetz haben. Auch für einsame Waldhütten oder caming-Ausföüge in die natur sei der Rotor geeignet. Hier kann er etwa Diesel-Generatoren oder ähnliche Strom-Ersatzlösungen umweltfreundlich ersetzen.

Selbst kleine Flüsse mit geringer Strömung reichen demnach aus, um mit einer Leistung von 300 bis 500 Watt etwa einen kleine Kühlschrank, eine Heizung oder einen Camping-Herd zu betreiben.

Nach Angaben der internationalen Energie-Behörde IEA haben weltweit immer noch 1,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zum Stromnetz. 300 Millionen dieser Menschen leben jedoch in der Nähe von Flüssen. Für diese Menschen könnte der tragbare Rotor eine Stromversorgung und damit eine Verbesserung der Lebensbedingungen darstellen. Licht, Kühlschränke, Wasserpumpen oder auch Kommunikationstechnologie könnten so unabhängig von Wetter, Treibstoff und komplizierter Technologie betrieben werden.

Kommentare

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  1. Gast sagt:

    Dieses System wurde ca. 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt anhand einer Demonstration
    in einem Flusslauf bei München.
    Funktionierte nach meiner Erinnerung nur, wenn der Fluss- /Bachlauf genügend Schüttung aufweist.

    Wurde das System mittlerweile verbessert / „geschrumpft“ ?

    Quellenangaben wären äußerst sinnvoll !!!!

    Gerade in Zeiten des Internets ein Leichtes !!!!!!!

  2. Hans Wasser sagt:

    Aha , unter „nach eigenen Angaben“ findet es sich ja.
    Danke

  3. Unbekannt sagt:

    die Frage ist ob darauf eine EEG Umlage zu entrichten ist, um der Entsolidarisierung Einhalt zu gebieten.

  4. karl sagt:

    Ich bin da mehr für warme Luft, so zu sagen für die Aufblasbarkeit von solchen Ideen.
    Weil >Warme Luft gibt es ja schon genug, man muss sie nur in die richtige Form blasen.
    Die Schildbürger haben das vorgemacht!. Somit jedem sein Aufblase-Kraftwerk für die Nutzung der Freien Energie.

  5. Hans von Atzigen sagt:

    Wieder einmal eine gute und sinnvolle Idee.
    Fehlt nur noch eine Erweiterung.
    Faltbare Sonnenkollektoren.
    Allenfalls auch eine Variante mit einem
    zusammenklappbaren Windrad.
    Ergänzt mit einer leistungsstarken Batterie.