Maschinen-Nachfrage in Russland bricht um 17 Prozent ein

Deutsche Industrie-Betriebe exportieren deutlich weniger Maschinen nach Russland. Die Nachfrage ist um 17 Prozent eingebrochen. Auch in Südamerika und Indien ging die Nachfrage zurück. Besser läuft es hingegen in der Euro-Zone und den USA.

Der Export von Maschinen „Made in Germany“ ist im vergangenen Jahr trotz eines Nachfrageeinbruchs in Russland leicht gestiegen. Größere Rückschläge erlitt der als Rückgrat der deutschen Wirtschaft geltende Industriezweig mit seinen über eine Million Beschäftigten. In Russland brach der Maschinenabsatz um 17 Prozent ein. Der schwache Rubel und die Sanktionen dürften dafür verantwortlich sen.

Auch in Südamerika gab es Rückschläge (minus 12,1 Prozent), in Indien ging die Nachfrage um acht Prozent zurück.

Bei den Ausfuhren außerhalb der Euro-Zone kommt der Branche der niedrige Euro eigentlich zugute. Dennoch konnte das Minus in den fernen Absatzmärkten nicht verhindert werden.

Rückenwind verliehen die Märkte in Südostasien und den USA, deren Bestellungen um 8,1 und 7,2 Prozent zulegten, wie der Branchenverband VDMA am Montag mitteilte. „Allein in die USA wurden 2014 für eine Milliarde Euro mehr Maschinen verkauft als im Vorjahr“, erklärte Ralph Wiechers vom VDMA. Insgesamt exportierte die mittelständisch geprägte Branche Maschinen im Wert von 152 Milliarden Euro und damit 2,5 Milliarden Euro oder 1,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Importe stiegen um 6,3 Prozent auf rund 59 Milliarden Euro.

„Nach einer kleinen Pause im zweiten Quartal, als der Vorjahreswert sogar leicht verfehlt wurde, haben die Wachstumskräfte beim Export zuletzt wieder zugenommen, so dass das zweite Halbjahr mit einem Plus von 3,2 Prozent abschloss und das vierte Quartal gar mit einem Plus von 4,1 Prozent“, so Wiechers. Größte Bedeutung für die deutschen Maschinenbauer habe unverändert die Europäische Union, deren Anteil am Export rund 43 Prozent ausmacht, betonte Wiechers. Die Ausfuhren in die Region legten um 7,3 Prozent zu.

Die Maschinenbauer peilten 2014 ein Wachstum der Produktion um ein Prozent auf 199 Milliarden Euro an. Damit würden die Hersteller, zu denen neben zahlreichen Mittelständlern auch börsennotierte Unternehmen wie ThyssenKrupp und Gea gehören, die Rekordmarke von 196 Milliarden Euro aus dem Jahr 2008 knacken.

Kommentare

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  1. karl sagt:

    Mit dem schwachen Euro ist ebenfalls ein Handelshindernis vohanden.

  2. karl sagt:

    USA will die Russen zugrunde richten das wird zuerst die deutschen Firmen treffen!
    Merkel ist von den Amis derart abhängig, dass sie diesem Treiben bereitwillig nachgibt.
    Berreits durch die Gemüse und Fleischexporteure ist europas Wirschaft schwer geschädigt und muss die Ware verbilligt auf den Markt bringen.
    Ebenso leidet die Erdölwirtschaft als auch die Transportwirtschaft.
    Alles zugunsten eines Billionen-Marodeurs, welche mittels ihrer neugedruckten Papierzettel die Welt zugrunde richten

  3. Uri sagt:

    Dumm nur, dass Russland und die BRICS die Ware die jetzt nicht mehr in D eingekauft wird auch bezahlt haben (hätten), die überschuldeten EU-Partner und vor allem die USA hingegen nur Schuldscheine anbieten können.

    Frage an den Volkswirtschaftler: welches Geschäft ist das bessere?

    Bingo! Der Schuldschein ist es nicht.

  4. Bernhard sagt:

    „Der schwache Rubel und die Sanktionen dürften dafür verantwortlich sen“ -> Bitte bedenken Sie, dass der schwache Rubel eine Folge verschiedener US- Kriegsmaßnahmen des Finanzsektors ist. Krieg wird heute in der verschuldeten Welt nicht mehr mit Raketen … sondern mit Währungen, Rating-Agenturen … geführt!