Conwert-Aktionäre wehren sich gegen Übernahme durch Deutsche Wohnen

Die Aktionäre der österreichischen Wohnungsgesellschaft Conwert finden das Übernahme-Angebot der Deutsche Wohnen zu niedrig. Der Investmentfonds Fidelity hält acht Prozent der Conwert-Aktien und will diese behalten, bis Deutsche Wohnen ein besseres Angebot vorlegt.

Die Phalanx der Conwert -Aktionäre gegen das Übernahmeangebot der Deutsche Wohnen wächst. Ihr schließt sich nun auch der Investmentfonds Fidelity an. „Das Übernahmeangebot von Deutsche Wohnen ist mit 11,50 Euro je Aktie aus unserer Sicht substanziell unterbewertet“, sagte Portfoliomanager Alex Wright dem Wirtschaftsblatt. „Wir können es nicht annehmen und sind bereit, unsere Aktien auch länger zu behalten.“ Fidelity besitzt über vier Fonds rund acht Prozent der Conwert-Papiere.
Zuvor hatte sich bereits der Investor Petrus Advisers mit 6,7 Prozent der Conwert-Aktien skeptisch gezeigt. Auch der Aktionär Alexander Proschofsky mit zuletzt 1,5 Prozent der Aktien und die 3-Banken-Generali-Gruppe mit knapp zwei Prozent hatten ein höheres Angebot gefordert. Die Deutsche Wohnen hält den Preis jedoch angesichts der absehbaren Sanierungskosten bei Conwert für angemessen. Sie will das Unternehmen für insgesamt 1,15 Milliarden Euro übernehmen.
Nach Ansicht von Fidelity-Manager Wright ist Conwert für die Sanierung nicht auf die Deutsche Wohnen angewiesen. „Ich glaube, dass die Restrukturierungsschritte mit oder ohne Deutsche Wohnen dieselben sind. Conwert hat auch eigenständig Potenzial, nur werden die Ziele so langsamer erfüllt.“Die Deutsche Wohnen will für gut eine Milliarde Euro den kleineren österreichischen Konkurrenten Conwert schlucken. Der zweitgrößte deutsche Wohnimmobilienkonzern hat sich vorab bereits knapp 26 Prozent der Papiere gesichert.

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