Maschinenbauer Andritz verdoppelt Dividende

Die Aktionäre des Maschinenbauers Andritz erhalten eine Dividende von einem Euro pro Aktie. Das ist doppelt so viel wie noch im Vorjahr. Das Geschäft mit Anlagen für die Papierindustrie sowie Turbinen und Generatoren für Wasserkraftwerke hat zuletzt wieder zugelegt.

Der österreichische Maschinen- und Anlagenbauer Andritz hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinnsprung hingelegt. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 210,9 (Vorjahr: 66,6) Millionen Euro. Dieser Anstieg kommt den Aktionäre zu Gute: Sie sollen eine Dividende von einem Euro bekommen, nach 0,50 Euro je Aktie im Vorjahr, teilte das Grazer Unternehmen am Donnerstag mit.

Der Gewinnzuwachs fiel auch deshalb so stark aus, weil im vergangenen Jahr hohe Rückstellungen für ein pannenreiches Großprojekt in Uruguay die Bilanz belastet hatten. Andritz errichtete dort als Generalunternehmer ein Zellstoffwerk. Dabei kam es aber immer wieder zu Problemen, etwa Streiks auf der Baustelle, die die Fertigstellung verzögerten und die Kosten trieben.

Andritz hat damit 2014 nach zwei mageren Jahren einen großen Schritt in Richtung alter Ertragsstärke gemacht. Das mittelfristige Ziel, eine operative Rendite (Ebita-Marge) von sieben bis acht Prozent zu erzielen, rückt deutlich näher. 2014 stieg die Ebita-Marge auf 6,5 (Vorjahr: 2,9) Prozent.

Auch im laufenden Jahr will das Unternehmen, das vor allem Anlagen für die Papierindustrie sowie Turbinen und Generatoren für Wasserkraftwerke baut, weiter zulegen. Dank eines hohen Auftragspolsters sei mit einer leichten Umsatzsteigerung sowie einem höheren Nettogewinn zu rechnen. Der Auftragsstand kletterte per Jahresende auf 7,5 (Vorjahr 7,4) Milliarden Euro und erreichte damit einen neuen Höchststand. Zum Ausblick sagte Firmenchef und Hauptaktionär Wolfgang Leitner: „Das Marktumfeld ist unverändert fordernd, weshalb wir unsere Maßnahmen hinsichtlich Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und der Rentabilität fortsetzen werden.“

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