Porto zu niedrig: Regierung will Post höhere Preise ermöglichen

Die Bundesregierung will der Deutschen Post künftig deutlich höhere Gewinnmargen ermöglichen. Als Maßstab sollen die Preise europäischer Konkurrenten dienen. Um die Porto-Erhöhung auf den Weg zu bringen, muss die Post nun einen entsprechenden Antrag an die Bundesnetzagentur stellen.

Postkunden in Deutschland müssen sich auf höhere Portokosten einstellen. Das Bundeswirtschaftsministerium will dazu die bisherige Entgelt- und Regulierungspraxis umstellen.

Darf die Deutsche Post für die Beförderung eines normalen Briefes bislang nur ihre eigenen Kosten plus einen angemessenen Gewinnaufschlag berechnen, sollen künftig die deutlich höheren Gewinnmargen vergleichbarer europäischer Konkurrenten als Maßstab angelegt werden, bestätigte das Ministerium einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Die neuen Regeln sollen „zeitnah in Kraft treten“.

Das Ministerium ist der Ansicht, „dass die Brief- und Paketpreise der Deutschen Post AG im internationalen Vergleich bei hoher Dienstqualität eher niedrig sind“, hieß es in Regierungskreisen. „Zudem erbringt die Deutsche Post die Grundversorgung, etwa auch in ländlichen Gegenden, mit personalintensiven Beförderungsnetzen.“ Auch müsse der wachsenden Konkurrenz durch elektronische Produkte wie E-Mails Rechnung getragen werden.

Der Bund ist über die staatliche Förderbank KfW mit rund 21 Prozent an der Post beteiligt. Voraussetzung für eine Portoerhöhung ist, dass die Post einen entsprechenden Antrag bei der Bundesnetzagentur stellt.

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  1. Wissen ist Macht, in D macht Nichtwissen aber nichts sagt:

    SeitJahren verschicke ich Inlandsbriefe zu günstigen 4 Cent.
    Einfach die PLZ in eckige [Klammern] setzen und das funktioniert problemlos.