BDI warnt: Digitaler Rückstand könnte deutsche Industrie Milliarden kosten

Der Rückstand Deutschlands gegenüber US-amerikanischen Tech-Giganten könnte der Industrie teuer zu stehen kommen. In einer aktuellen Analyse warnt der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) davor, dass die Bundesrepublik vor allem bei ihren wichtigsten Wirtschaftssparten den Anschluss an die digitale Revolution verpassen könnte. Gerade Auto- und Maschinenbauer müssen das digitale Ökosystem jetzt aktiv gestalten.

Die deutsche Industrie könnte nach Ansicht des Bundesverbands der Industrie (BDI) den Anschluss an die digital Revolution verpassen. In diesem Falle würde das „industrielle Herz der deutschen Wirtschaft“ bis 2025 Wertschöpfungs-Einbußen in Höhe von 220 Milliarden Euro erleiden, berichtete die „Welt am Sonntag“ vorab aus einer vom BDI in Auftrag gegeben Studie der Unternehmensberatung Roland Berger.

Insbesondere die Automobil- und Logistikindustrie wären betroffen. „Fest steht, die Internet-Unternehmen aus dem Silicon Valley stehen bereit und haben das Potenzial der einst fremden Branchen längst erkannt – beispielsweise Google“, zitiert das Blatt aus der Studie.

Sollten es die Auto- und Maschinenbauer dagegen schaffen, den Anschluss zu halten, könnte Europa in dem Zeitraum einen Zuwachs von 1,25 Billionen Euro an industrieller Wertschöpfung verzeichnen. „Die Wirtschaft fordert, zügig den digitalen Binnenmarkt mit einheitlichen Regeln zu verwirklichen“, erklärte BDI-Präsident Ulrich Grillo dem Blatt zufolge.

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  1. Jörg sagt:

    ..die Vernetzung hat aber auch eine ganz andere Seite. Industrie bzw. Staatsspionage (um z.B der eigenen Wirtschaft Vorteile zu verschaffen) soll besser möglich sein. Gerade unsere US Freunde haben sich diesbzgl. (Kopie ganzer Windräder) schon mehrfach dadurch hervor getan. Wenn man nun diesen Zeigefinger hebt, hat dies sicherlich knallharte Gründe…die NSA dankt es den „vernetzten“ Unternehmen.