Regierung lehnt Steuererleichterung für Elektro-Autos ab

Die Bundesregierung hat ihren Plan zur steuerlichen Absetzbarkeit für E-Autos verworfen. Es wird auch keine direkten Kaufprämien geben. Damit wird sie ihr Ziel, bis 2020 eine Millionen Elektroautos auf die Straßen zu bringen, endgültig verfehlen.

Der Bund hat nach Angaben von Regierungsmitgliedern die geplanten Steuererleichterungen für Elektro-Autos in Firmenflotten verworfen. Die Sonderabschreibung werde es zunächst nicht geben, bestätigte ein Regierungsvertreter am Montag einen Vorabbericht der Stuttgarter Zeitung.

Dienstfahrzeuge sollten mit der Hälfte ihres Wertes im Jahr der Anschaffung von der Steuer abgesetzt werden können, hatte es im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (Nape) des Wirtschaftsministeriums geheißen, der im Dezember vom Kabinett beschlossen wurde. Die Sonderabschreibung sollte ab 2015 möglich sein. Als Voraussetzung wurde genannt, dass die Länder ihre Einnahmeausfälle ebenso tragen. Dazu waren sie nicht bereit. Die Bundesregierung hat das Ziel, bis 2020 eine Million E-Autos auf die Straßen zu bringen. Direkte Kaufprämien hatte sie bislang abgelehnt.

Der Ausbau der Infrastruktur für E-Fahrzeuge schreitet jedoch weiter voran: Der Bund will Strom-Tanksäulen für Elektroautos an Autobahnen installieren. Raststätten-Betreiber sollen sich an den Kosten beteiligen. Künftig soll es möglich sein, ganz Deutschland mit E-Autos zu durchqueren. Die Bundesregierung will so mehr E-Fahrzeuge auf die Straßen bringen.

Mit E-Autos können die Autobauer derzeit noch kein Geld verdienen. Die Batterien sind zu teuer, der Ladevorgang dauert zu lange. Autobauer produzieren geringe Mengen Elektroautos, um den guten Ruf zu wahren. Der Bund hat reagiert und das Elektromobilitätsgesetz ab 2015 in Kraft gesetzt. Es privilegiert Fahrzeuge mit Elektro- und Hybridantrieb. Dem Bundesverband Erneuerbare Energie ist das nicht genug: Hybridfahrzeuge sollten von den Privilegien beim Parken und gesenkten Parkgebühren ausgeschlossen werden.

Kommentare

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  1. Stephan sagt:

    damit ist der standort deutschland als fuehrende autoindustrie erledigt. aber naja,