Euro verliert für den Export an Bedeutung

Die Zahl der Exportgeschäfte, die in Euro abgewickelt wird, nimmt ab. Die kräftige Abwertung des Euro macht den US-Dollar für Europas Exporteure attraktiver. Auch der Warenimport geschieht immer seltener über den Euro.

Der Euro verliert für die deutschen Exporteure als Zahlungsmittel an Bedeutung. 2014 wurden nur noch knapp 62 Prozent der Geschäfte mit Ländern außerhalb der Europäischen Union in Euro abgewickelt. Das gab das Statistische Bundesamt am Mittwoch bekannt. Seit 2010 sank der Anteil damit kontinuierlich. Damals kam die Gemeinschaftswährung noch bei fast 67 Prozent der Transaktionen zum Einsatz, 2013 waren es gut 64 Prozent. Immer häufiger wird stattdessen der Dollar genutzt. Mehr als 26 Prozent der Exportgeschäfte außerhalb der EU wurden in der US-Währung abgerechnet, 2013 nur gut 23 Prozent.

Für die Exporteure sind das gute Nachrichten. Durch die stärkere Nutzung des Dollar profitieren sie umso mehr von der kräftigen Abwertung des Euro. Dieser hat wegen der extrem lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) binnen eines Jahres fast ein Viertel seines Wertes zum Dollar verloren. Dadurch können die Exporteure ihre Waren im Dollar-Raum billiger anbieten und so ihren Absatz steigern oder ihre Gewinnmargen erhöhen.

Auch Einfuhren werden seltener in Euro bezahlt. Nur noch jedes zweite Import-Geschäft wird in der Gemeinschaftswährung abgerechnet, 2013 waren es noch mehr als 52 Prozent. Der Dollar-Anteil erhöhte sich gleichzeitig von 42 auf knapp 44 Prozent. Die Euro-Schwäche macht viele Importe teurer. Das ist von der EZB auch gewünscht, sie will die Gefahr einer Deflation in der Euro-Zone – eines Preisverfalls auf breiter Front mit negativen Folgen für die Wirtschaft – mit aller Macht verhindern.

Kommentare

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  1. Josef Schreiber sagt:

    Die Schuldenunion hat keine Chance zu überleben! Der Versuch mit leichtem Geld aus der Druckerpresse ( QE) zur Stimulierung der Wirtschaft ist ein hoffnungsloses Unterfangen. Die Schulden sind einfach zu gewaltig! Das System ist so nicht zu halten. Es wird uns in absehbarer Zeit um die Ohren fliegen. Die Banken bereiten sich bereits darauf vor und bunkern Edelmetall, das z.Z. günstig am Markt ist durch die QE-Politik! ( FED & EZB). Das europäischen Pendant zur Federal Reserve Bank inflationiert den Euro und der Dollar wird zum Gewinner! Europa in der Falle der ÚS-Finanz-Oligarchie! Das Griechenland-Debakel wurde von Goldman&Sachs programmiert, um den Euro und damit in erster Linie den Hauptgläubiger BRD weiter unter Zugzwang zu setzen und auszuplündern! Der Euro ist das Instrument der US- Finanzoligarchie und dient der Versklavung Europas, damit es den schwachen Dollar des niedergehenden US-Imperiums am Leben erhält. Die Knechte müssen ihre Herrn über Wasser halten! Wie lange noch!

  2. cui bono sagt:

    Der Dollar ist auf dem Abstellgleis.
    Immer mehr Staaten und Volkswirtschaften stellen den Zahlungsverkehr
    in der Erpresserwährung ein. Es wird nicht mehr lange dauern, und die USA
    werden die greenbacks nichtmal mehr für Öl los.
    Das brauchen sie ja aber auch nicht als der Welt größter Erdöl – und Gas-
    Produzemt. ( angeblich ).
    Im Gegenteil. Für diese Exporte werden sie Unmengen von Devisen
    vereinnahmen können.
    Amen.