Faymann: Griechenlands Verbleib in Eurozone wichtig für Europa

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann will Griechenland im Euro halten. Die Mitgliedschaft Griechenlands sei wichtig für die gesamte Euro-Zone. Damit hat die EU vor den Verhandlungen mit Griechenland an Spielraum eingebüßt. Weitere Zugeständnisse an die Pleite-Staat sind zu erwarten.

Der Verbleib Griechenlands in der Eurozone ist nach Ansicht von Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann wichtig für ganz Europa. Diese Frage sei maßgeblich, sagte Faymann am Donnerstag vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. „Dies ist ein wichtiger Moment, in dem beide Seiten aufeinander zugehen müssen“, sagte Faymann mit Blick auf den Streit zwischen griechischer Regierung und den übrigen Ländern der Eurozone.

Der SPÖ-Politiker kritisierte, dass bei dem Sondertreffen zum griechischen Schuldenstreit am Donnerstag nicht auch EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) eingeladen sei. Es gehe um die Kernfrage, wie sich die EU weiterentwickle, betonte Faymann. „Da würde ich mir wünschen, dass auch das EU-Parlament respektiert wird.“

Schulz selbst forderte die griechische Regierung erneut auf, sich an die eingegangenen Verpflichtungen zu halten. „Es gibt jede Menge Leute, die Griechenland helfen wollen. Aber die Griechen müssen sich auch helfen lassen.“

Die griechische Regierung räumte ein akutes Liquiditätsproblem ein. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz sprach von zwei bis drei Milliarden Euro, die Griechenland kurzfristig brauche, um eine Pleite abzuwenden. Am Freitag wird eine weitere Rückzahlung an den IWF fällig. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Bankenkreisen zufolge den Geldhahn für die griechischen Banken etwas weiter geöffnet, um Schlimmeres abzuwenden.

Am Mittwoch zogen Anleger nach Angaben zweier hochrangiger griechischer Banker Einlagen von rund 300 Millionen Euro aus den hellenischen Geldhäusern ab. „Das ist kein großer Betrag, aber die Sorge ist, dass es sich um den Beginn eines Trends handelt, der sich verschärfen könnte“, sagte einer der Banker zu Reuters. Allein im Dezember und Januar flossen 16 Milliarden Euro aus dem griechischen Bankensystem ab.

Kommentare

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  1. Wutbürger sagt:

    Viel wichtiier wäre es wenn sich Herr Faymann um seine Hypo Alpe Adria kúmmert, denn das ist letztendlich das Resultat aus der Eurozone. Alternativlos wie alles.
    Diese úberbezahlten und unterqualifierten Hobbypolitiker wie Faymann, Schulz, Barroso und Consorten sin nur n ihren eigenen gut bezahlten Posten interessiert, was ihr Volk denkt ist ihnen egal. Es wird die Zeit kommen wo man sie fúr ihre Entscheidungen zur Rechenschaft zieht.

  2. Moses888 sagt:

    Alternativlos.
    Da der Euro alternativlos ist,werden die Gläubiger- Banken immer wieder Geld bekommen(das ist dann getarnt als „Griechenlandhilfe“).
    Die griechische Regierung weiß das und kann daher darauf zählen,auch ohne Reformen
    Geld zu bekommen-schließlich schließt die Alternativlosigkeit ein Fallenlassen von Griechenland aus.

  3. Leopold sagt:

    Was ist schon wichtig für Europa? Griechenland bestimmt nicht! Die EU glaubt an Gesicht zu verlieren wenn sie Fehler bei Griechenland eingesteht. Aber auch eine EU sollte lernfähig sein. Denn allwissend ist sie sicher nicht!

  4. hugin sagt:

    FAYMANN WILL WEITER ÖSTERREICHISCHES STEUERGELD VERSCHENKEN !
    Bundeskanzler Faymann, ohne Matura und berufliche Ausbildung, wird dem verlorenen Geld in Griechenland gutes Geld nachwerfen. Ebenso hat er die Sanktionen gegen Russland trotz der Neutralität Österreichs zum Schaden der Wirtschaft zugestimmt.
    Mit Schuldenmachen, Wahllügen und Fehlentscheidungen wird es in Österreich weiter abwärts gehen und in einem Zusammenbruch enden. Die „Steuereform“ ohne wirkliche Inhalte, wird die Bevölkerung weiter belasten. Kaum Einsparungen, aber etwa 40% der geplanten Einnahmen sollen durch Bekämpfung von Steuerbetrug und Einführung von Registrierkassen erzielt werden.

    • Rien ne vas plus sagt:

      Wie lautet das Credo eines Politikers nochmal ?

      Wissen ist Macht, aber Nichtwissen macht auch nichts.