Germanwings-Absturz: Piloten-Gewerkschaft setzt Lufthansa-Streiks aus

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit unterbricht den Arbeitskampf aufgrund des Unglücks der German-Wings-Maschine in Südfrankreich. Bei dem Absturz der Maschine kamen 150 Menschen ums Leben, darunter 67 Deutsche.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit setzt wegen der abgestürzten Germanwings-Maschine den Arbeitskampf mit der Lufthansa aus. „Der Arbeitskampf ist für uns aktuell kein Thema mehr“, sagte Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg dem „Tagesspiegel“ laut einer Vorabmeldung vom Dienstag. Nach der Absturzkatastrophe „reden wir über ganz andere Themen“. Die Gewerkschaft war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Bis zum Wochenende hatten die Piloten die Lufthansa noch vier Tage hintereinander bestreikt. Grund für die Unterbrechung ist der Absturz eines Airbus A320 der Lufthansa-Tochter Germanwings in den französischen Alpen. Nach Firmenangaben waren 144 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord. Es gibt keine Überlebenden.

Die Ursache für den Absturz eines Airbus der Lufthansa -Tochter Germanwings am Dienstag in den französischen Alpen ist bisher unklar. Bei dem Unglück kamen nach ersten Angaben alle 150 Menschen an Bord ums Leben. Unter den Opfern befinden sich 67 Deutsche, wie Germanwings mitteilte.

Der A320 startet unter der Flugnummer 4U9525 in Barcelona. An Bord befinden sich sechs Besatzungsmitglieder und 144 Passagiere, unter ihnen vermutlich 67 Deutsche und 45 Spanier. Der Kapitän gilt als erfahren: Er fliegt seit mehr als zehn Jahren für Lufthansa und Germanwings, hat über 6.000 Flugstunden absolviert. An Bord sind auch zwei Babys und vermutlich 16 Schüler aus dem nordrhein-westfälischen Haltern am See. Das Flugzeug war erst am Montag zum Routine-Check bei Lufthansa-Technik in Düsseldorf.

Die 24 Jahre alte Maschine erreicht ihre reguläre Reiseflughöhe von 12.000 Metern. Diese behält sie jedoch nicht einmal eine Minute bei. Direkt nach dem Aufstieg geht der A320 direkt wieder in den Sinkflug über. Die Piloten haben bei der französischen Flugsicherung weder das Verlassen ihrer Flughöhe beantragt noch setzen sie einen Notruf ab. Der Kontakt zu den Piloten reißt ab. Als dies geschieht, befindet sich die Maschine noch auf einer Höhe von knapp 2000 Metern.

Laut flightradar24.com sei das vergleichbar mit dem Standard bei Landeanflügen. Es gibt einen Sportflughafen in Barcelonnette, daher könnte der Pilot eine Notlandung versucht haben.

Kurz danach stürzt sie in den französischen Alpen, etwa 100 Kilometer nördlich von Nizza, in unwegsamem Gebiet ab. Die geplante Ankunftszeit in Düsseldorf verstreicht. Als die Nachricht vom Absturz des A320 bekannt wird, kümmern sich Seelsorger um die Angehörigen.

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