Ketchup-Riese Heinz und Kraft Foods wollen fusionieren

Durch die Fusion von Heinz und Kraft Foods soll der weltweit fünftgrößte Lebensmittelkonzern entstehen. US-Investor Warren Buffett, einer der Haupteigner von Heinz, will den neuen Konzern mit den anderen Heinz-Aktionären kontrollieren. Nach der Bekanntgabe der Fusion schnellten Heinz-Aktien um 26 Prozent in die Höhe.

In der Lebensmittelbranche bahnt sich eine Großfusion an. Kraft Foods und der Ketchup-Hersteller Heinz wollen sich zum drittgrößten Nahrungsmittel- und Getränkekonzern Nordamerikas zusammenschließen. Weltweit wird das Unternehmen mit Verkaufserlösen von rund 28 Milliarden Dollar auf Rang fünf liegen, wie der etwa für Philadelphia-Frischkäse bekannte Kraft-Konzern am Mittwoch mitteilte. Weltmarktführer ist der Schweizer Nestle-Konzern mit umgerechnet 95 Milliarden Dollar Jahresumsatz. Die Hände im Spiel hat die US-Investorenlegende Warren Buffett, deren Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway ein Heinz-Haupteigner ist.

Das Sagen im fusionierten Unternehmen Kraft Heinz Co. werden die Heinz-Aktionäre haben: Sie erhalten 51 Prozent der Anteile. An der Spitze des Konzerns soll Heinz-Chef Bernardo Hees stehen. Die Kraft-Aktionäre werden mit 49 Prozent beteiligt sein. Sie sollen zusätzlich zu einer Vergütung in Aktien eine Dividende von insgesamt rund zehn Milliarden Dollar in bar von den Heinz-Eigentümern erhalten. Heinz gehört neben Berkshire dem brasilianischen Finanzinvestor 3G Capital, die das Unternehmen 2013 für 23,2 Milliarden Dollar gekauft hatten. Kraft war an der Börse zuletzt rund 36 Milliarden Dollar wert. Der neue Konzern wird den Angaben zufolge acht Marken mit mehr als einer Milliarde Dollar Jahresumsatz haben.

Die an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq gehandelten Kraft-Aktien schnellten nach der Fusionsankündigung im vorbörslichen Handel rund 26 Prozent hoch. Der Vollzug der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte erwartet.

Kommentare

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  1. kalle sagt:

    Eine Fusion,ist ein Zusammenschluss unter Gleichen ! Wenn die Firma Heinz mit 51% daraus hervor geht,dann ist es eine Übernahme.

    Das Gleiche läuft zur Zeit bei Holcim/Lafarge !

    Augen auf,beim Aktienkauf!