Chinas Firmen sollen neue Seidenstraße finanzieren

Einem Medienbericht zufolge sollen nach Wunsch der Regierung in Peking heimische Firmen Anleihen im Ausland begeben, um bei der Finanzierung einer Handelsinfrastruktur von Asien bis nach Europa mitzuwirken. China plant die Wiederbelebung der historischen Seidenstraße.

China will einem Medienbericht zufolge die heimischen Unternehmen animieren, bei der Finanzierung einer modernen Seidenstraße mitzuhelfen. Dazu sollten die Firmen Anleihen im Ausland begeben, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. Ziel der „Ein Gürtel, eine Straße“ genannten Initiative sei es, eine neue asiatische Handelsinfrastruktur aufzubauen und mit Europa und Afrika zu verbinden. Bisher stehen für das Projekt 40 Milliarden Dollar bereit.

Der zuständige Topdiplomat Yang Jiechi sagte auf der Eröffnungszeremonie in der südchinesischen Stadt Boao, das Vorhaben sei ein Gewinn für China wie auch die Nachbarländer. Er rief weitere Staaten dazu auf sich anzuschließen. Im Rahmen der Initiative sollen Bahnstrecken errichtet, Straßen gebaut und andere Infrastrukturprojekte umgesetzt werden. Bisher ist unklar, ob ausländische Investoren erwünscht sind.

Die Wiederbelebung der historischen Seidenstraße ist der jüngste Schritt Chinas, um seinen weltweiten Einfluss zu stärken. Zu diesen Bemühungen gehört auch die im vergangenen Jahr aus der Taufe gehobene Entwicklungsbank für Asien (AIIB), für die sich immer mehr Länder interessieren. Die Seidenstraße war ein Netz aus Karawanenstrecken, die das Mittelmeer mit Asien verband und vor allem dem Handel galt.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.