Pirelli-Chef dementiert Arbeitsplatz-Verluste wegen Übernahme

Der Konzern-Chef des italienischen Reifen-Herstellers Pirelli, Marco Tronchetti Provera, sagt, dass die anstehende Übernahme durch den chinesischen Konzern ChemChina keine Arbeitsplatzverluste nach sich ziehen werde. Die Verlagerung von Produktionsstätten nach China komme nicht in Frage.

Bei dem vor der Übernahme stehenden Reifenhersteller Pirelli müssen die Beschäftigten in Europa nach Worten von Konzernchef Marco Tronchetti Provera nicht um ihre Arbeitsplätze fürchten.

Im Zuge der Fusion mit dem chinesischen Konzern ChemChina würden keine Stellen in die Volksrepublik verlagert, sagte Provera dem Magazin „WirtschaftsWoche“. „Die Standorte in Europa sind nicht betroffen, denn das Geschäft mit Pkw-Reifen ist nicht Teil der Vereinbarung.“ Kern des Einstiegs von ChemChina sei die Zusammenlegung der Produktion von Reifen für Industriefahrzeuge wie Bagger oder Großbaustellenfahrzeuge.

Der staatliche Chemiekonzern hatte zuletzt den Kauf des Mailänder Traditionsunternehmens für 7,1 Milliarden Euro angekündigt.

Ende 2013 zählte Pirelli fast 38.000 Beschäftigte. Gut 3600 davon arbeiteten in Italien und 12.000 im restlichen Europa. Die Deutschland-Zentrale befindet sich im südhessischen Breuberg.

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  1. Jörg sagt:

    …niemand beabsichtigt eine Mauer zu bauen. Warum werden solche Traditionsunternehmen verkauft. Entweder steht das Unternehmen finanziell unter großen Druck und Investoren machen Druck oder die Marge für die Herren lässt zu Wünschen übrig. Für die Mitarbeiter bleibt zu hoffen, dass der Verkauf auf lange Sicht keinen Arbeitsplatzverluste bedeutet. Aber man wirds ( wie immer vor Weihnachten) erfahren.