Google baut fliegende Turbine zur Stromerzeugung

Google entwickelt fliegende Windturbinen zur Energiegewinnung. Die Geräte werden wie Drachen an einer Schnur in die Höhe gelassen. So werden die stärkeren Höhenwinde genutzt, zudem sei der Aufbau günstiger und einfacher als konventionelle Windräder.

Der IT-Konzern Google entwickelt in den Google X Labs fliegende Windturbinen zur Stromerzeugung. Die Geräte sehen aus wie Flugzeuge, werden aber wie Drachen an einer Schnur in die Höhe gelassen. Durch die im Vergleich zu Windrädern höhere Lage sollen stärkere Höhen-Windkräfte abgeschöpft werden.

Wie Digital Trends berichtet, befindet sich die Entwicklung bisher noch in der Anfangsphase. Mittelfristig soll der Antrieb jedoch die Windstrom-Erzeugung vereinfachen. Die Google X Labs sind das Experimentier-Labor des IT-Riesen. Neben verschiedenen Robotern werde hier auch an Künstlicher Intelligenz, Nano-Medizin und anderen innovativen Technologien gearbeitet.

Die Drachen-Turbine soll im kommenden Monat ihren Teststart haben: Ab April plant Google eine ganze Flotte der 84-Fuß-Wind-Turbinen steigen zu lassen.

Designed hat die Windkraftdrachen Makani Power. Sie bestehen aus ultraleichten Carbon-Faser-Drachen, die in die Luft gelassen werden und über ein Drahtseil mit einer Docking Station am Boden verbunden bleiben. Sie fliegen bis zu 450 Meter hoch und kreisen am Himmel. Durch diese Bewegung drehen sich die Propeller der Drachen, welche die integrierten Turbinen antreiben und so Energie produzieren.  Durch das Kabel wird der so erzeugte Strom an die Basisstation auf der Erde zurückgeleitet.

Der Vorteil gegenüber konventionellen Windrädern besteht vor allem darin, dass die Drachen in größerer Entfernung zum Boden operieren und somit die dort herrschenden stärkeren Höhenwinde nutzen können. Dadurch werde 50 Prozent mehr Strom generiert als bei normalen Windkraftanlagen. Zudem brauchen die Drachen viel weniger Ressourcen und können günstiger, schneller und einfacher installiert werden. Der Aufbau eines hunderte Meter hohen Turms, der stabil genug ist um die Windkräfte auszuhalten ist bisher der aufwendigste Teil der konventionellen Windkraftananlagen. Fällt dieser Teil weg und wird stattdessen einfaches Drahtseil gespannt, reduziert das Koste, Material, Zeit und Aufwand um ein Vielfaches.

Kommentare

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  1. Wilhelm Niggemann sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    diese Turbinen sind eine Ergänzungslösung dbei der Windkraft! Es gibt aber seit einiger Zeit auch die „verbrauchsabhängige“ Wasserstfftechnologie. Hierbei wird/kann Wasserstoff nach Bedarf an fast jedem Ort erzeugt/werden. Möglich ist der Einsatz vom Elektrofahrad bis zum Kraftwerk! Kohle- und Atomenergie könnten so in absehbarer Zeit
    zunächst ergänzt und später komplett umgestellt werden. Und das zu Bruchteilen der bisherigen Kosten für Kohle und Atommmeiler!

    Außerdem fallen keine schädlichen Abgase an, sondern man kann NULL-Emission erreichen! Weltpatent liegt vor, nur die BRD-Politik ignoriert unverständlicherweise, oder sollte die „Energie-Lobby“ ihre Hände im Spiel haben, das wird wohl die Ursache sein. Also bleibt deutschen Erfindern wieder nur der „Verkauf ins Ausland, da ist dann aber nichts mehr mit „Made in Germany!“ leider.

    Mit freundlichem Gruß

    Wilhel Niggemann