Deutschland und Frankreich wollen gemeinsame Drohne bauen

Angela Merkel und Francois Hollande haben sich auf eine stärkere Wirtschafts-Kooperation geeinigt. Neben der Entwicklung intelligenter Netze, erneuerbarer Energien, der Elektromobilität und der Unterstützung des Mittelstands wollen beide Länder eine gemeinsame Drohne bauen.

Deutschland und Frankreich wollen ihre Zusammenarbeit in zentralen Zukunftsfeldern intensivieren und damit ein Signal für mehr Wachstum und Beschäftigung setzen. Die Regierungen beider Länder beschlossen beim deutsch-französischen Ministerrat am Dienstag in Berlin eine Liste gemeinsamer Investitionsprojekte mit Schwerpunkten im Energiebereich sowie bei zukunftsträchtigen Schlüsseltechnologien.

Als besonders bedeutsam bezeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel auch Kooperationsvorhaben in der Digitalen Wirtschaft. Unterstrichen werden soll das durch eine große Digital-Konferenz in Paris, an der Merkel und Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande teilnehmen wollen. Vereinbart wurde zudem die Entwicklung einer gemeinsamen Drohne und eine engere Zusammenarbeite bei der Satellitenaufklärung.

Hollande kündigte Vorschläge beider Regierungen an, um zu einem stärkeren Gleichklang in der wirtschafts- und finanzpolitischen Entwicklung in der EU zu kommen. Beide Regierungen hoben die Bedeutung von Investitionen in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage hervor.

Die von beiden Regierungen beschlossene Liste gemeinsamer Investitionsvorhaben umfasst neun Projekte. Darin geht es um intelligente Netze, Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, die Elektromobilität, die Entwicklung neuer Technologien sowie um die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei der Digitalisierung. „Die digitale Wirtschaft und der Energiesektor sind zwei zentrale Handlungsfelder, in denen Deutschland und Frankreich künftig enger zusammenarbeiten werden“, sagte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Damit wollen beide Länder ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken, aber auch Impulse für eine stärkere europäische Integration setzen.

Merkel und Hollande unterstrichen zudem, dass sie auch in der Klimapolitik mit einer Stimme sprechen wollten. Hollande, Gastgeber der nächsten Weltklimakonferenz, forderte ehrgeizige Klimaschutzziele ein. „Wir müssen dafür sorgen, dass der notwendige Druck entsteht“, sagte er. Bei der Schaffung einer Energieunion in Europa wollen beide Länder nach Darstellung ihrer Regierungen vorangehen.

Ein seit längerem bestehendes Steuer-Problem schafften beide Regierungen aus der Welt. Mit Hilfe eines Zusatzes zum deutsch-französischen Doppelbesteuerungsabkommen vereinfachten sie die wechselseitige Besteuerung von Rentnern und Grenzgängern. Künftig werden Zahlungen aus der deutschen Rentenkasse an Empfänger, die in Frankreich wohnen, nur noch dort besteuert. Das Gleiche gilt im umgekehrten Fall. Das Zusatzabkommen muss noch ratifiziert werden und soll ab 2016 gelten.

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  1. Pinoccio sagt:

    Ob die „Wirtschaft“ das auch schon weiß ?
    Die werden sich bedanken das kranke französische Modell zu übernehmen.
    Deutschland geht auch ohne das baden.