Maschinenbau: Aufträge aus Deutschland gehen zurück

Die Aufträge der Maschinenbauer gingen im Inland um drei Prozent zurück. Auch die Aufträge aus dem Ausland stagnierten im Februar. Anhand der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung in der Euro-Zone kommt dem deutschen Binnenmarkt eine größere Bedeutung für die Wirtschaft zu.

Die schwächelnde Nachfrage auf dem Heimatmarkt macht den deutschen Maschinenbauern zunehmend zu schaffen. Während im Februar die Bestellungen aus dem Ausland stagnierten, sanken sie im Inland um sieben Prozent, wie der Branchenverband VDMA am Mittwoch mitteilte. Insgesamt ergab sich so ein Rückgang der Auftragseingänge um drei Prozent. In dem weniger von Schwankungen beeinflussten Dreimonatsvergleich von Dezember bis Februar stiegen die Bestellungen um vier Prozent; die Inlandsaufträge stagnierten, die Auslandsaufträge legten um sechs Prozent zu.

Der Branchenverband appellierte an die Bundesregierung, für mehr Investitionsbereitschaft zu sorgen. „Die schwachen Inlandszahlen sind ein Warnsignal an die Politik“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VDMA, Thilo Brodtmann. „Merkel und Gabriel müssen ihre übergroßen Mehrheiten endlich für ein Klima der Innovation nutzen.“

Die Konjunktur in der Euro-Zone kommt wegen des schwächeren Euro etwas besser in Schwung. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie kletterte im März um 1,2 auf 52,2 Zähler, teilte das Markit-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter 3.000 Unternehmen mit. Ab 50 zeigt das Barometer ein Wachstum an.

Einen kräftigen Aufschwung sieht das Markit-Institut aber noch nicht. „Die wirtschaftliche Erholung ist noch nicht über das Anfangsstadium hinausgekommen, die Wachstumsrate bleibt weiterhin gering“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.

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