Deutscher Wirtschaft winken Milliarden-Aufträge aus Iran

Deutsche Unternehmen hoffen nach der Grundsatz-Einigung im Atomkonflikt mit dem Iran auf milliardenschwere Aufträge. Langfristig könne der Handel durchaus im zweistelligen Milliardenbereich liegen, so der DIHK

Deutsche Unternehmen hoffen nach der Grundsatz-Einigung im Atomkonflikt mit dem Iran auf milliardenschwere Aufträge aus der Islamischen Republik. „Die Vereinbarung wird von der deutschen Wirtschaft als ermutigendes Signal bewertet“, sagte der Außenwirtschaftsexperte des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Felix Neugart, der Nachrichtenagentur Reuters. Sollten die Wirtschaftssanktionen bis zum 1. Juli aufgehoben werden, „könnte das Iran-Geschäft ab dem zweiten Halbjahr deutlich an Dynamik gewinnen“. In den kommenden fünf Jahren sei sogar eine Verdoppelung der Exporte möglich.

2014 waren die Ausfuhren in die Islamische Republik um knapp 30 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gestiegen, nachdem einige Sanktionen ausgesetzt worden waren. „Langfristig könnte der Handel durchaus im zweistelligen Milliardenbereich liegen“, sagte Neugart. „Der Iran bietet nicht zuletzt aufgrund seines Rohstoffreichtums und seiner großen Bevölkerung Potenzial.“ Traditionell seien Produkte und Dienstleistungen „Made in Germany“ sehr gefragt. „Insbesondere das Interesse an deutschen Maschinen und Anlagen ist nach wie vor sehr hoch3, sagte der Experte. Gute Chancen bestünden auch für die Automobilindustrie, die chemische Industrie, Pharmazie und Medizintechnik sowie erneuerbare Energien.

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