Holcim-Aktionäre leisten Widerstand gegen Megafsusion

Die Holcim-Aktionäre machen Stimmung gegen Fusion mit Lafarge. Eine Interessengemeinschaft ist überzeugt, dass Holcim allein viel besser da steht, als nach der Megafusion. Ein unverschuldeter Konzern könne mehr Dividenden ausschütten, so das Argument der Fusions-Gegner.

Aktionäre des Schweizer Zementkonzerns Holcim machen mobil gegen den geplanten Zusammenschluss mit dem französischen Konkurrenten Lafarge. „Lehnen Sie die Fusion mit Lafarge ab!“, forderte die „Interessengemeinschaft Pro Holcim“ am Dienstag von den Holcim-Aktionären. Auf der von ihr geschalteten Internetseite www.holcimshareholders.ch legte sie Argumente gegen den Zusammenschluss zum weltgrößten Zementkonzern dar. „Wir sind überzeugt, dass Holcim heute alleine viel besser aufgestellt ist als es ‚LafargeHolcim‘ in den nächsten Jahren sein kann“, erklärte die Interessengemeinschaft, die sich als Organ kritischer Aktionäre bezeichnete.

„Insbesondere glauben wir, dass Holcim ihren Aktionären in den nächsten Jahren bedeutend mehr Dividenden auszahlen kann als das höherverschuldete neue Gebilde.“ Es war nicht in Erfahrung zu bringen, welche Aktionäre hinter dem Vorstoß stehen.

Der zweitgrößte Holcim-Aktionär hat sich bereits ablehnend zum Zusammenschluss geäußert. Eurocement, die über zehn Prozent am Schweizer Konzern hält, fordert eine erneute Nachbesserung beim Preis. Mit dem US-Fonds Harris hat ein weiterer großer Investor Vorbehalte gegenüber dem Zusammenschluss angemeldet. Auf der Generalversammlung vom 8. Mai müssen sich zwei Drittel der Holcim-Aktionäre für den Deal aussprechen, damit er auch vollzogen werden kann.

Streit gibt es zudem noch beim Tauschverhältnis der Aktien.

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