China sieht Wirtschaft unter wachsendem Druck

China hat vor Gefahren für die wirtschaftliche Entwicklung der Volksrepublik gewarnt. Nach Jahren des Turbowachtums will die Regierung die Wirtschaft umbauen und auf Nachhaltigkeit trimmen. Dazu nimmt sie auch ein geringeres Wachstum in Kauf.

Chinas Regierungschef Li Keqiang hat vor Gefahren für die wirtschaftliche Entwicklung der Volksrepublik gewarnt. „Derzeit läuft die Wirtschaft zwar reibungslos, aber der Abwärtsdruck wächst weiter“, sagte der Ministerpräsident in einer am Freitagabend verbreiteten Erklärung. Die Regierung müsse sich gegen diesen Druck stemmen, um Folgen für den Arbeitsmarkt und die Einkommen der Bürger zu verhindern.

In diesem Zusammenhang kündigte Li an, die Reformen im Nordosten Chinas voranzutreiben, der ein Zentrum des Bergbaus und der Schwerindustrie ist und dem Wachstum in anderen Landesteilen hinterherhinkt. Die Regierung werde dazu die Infrastruktur, die Landwirtschaft sowie die Produktion industrieller Exportgüter in der Region stärker fördern, die auch Chinas Rostgürtel genannt wird.

Nach Jahren des Turbowachtums will die kommunistische Führung die Wirtschaft umbauen und auf Nachhaltigkeit trimmen. Dazu nimmt sie auch ein geringeres Wachstum in Kauf. 2014 gab es mit 7,4 Prozent das geringste Plus seit rund einem Vierteljahrhundert. Für dieses Jahr peilt sie Wachstum von sieben Prozent an. Daten zum Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal stehen am Mittwoch an.

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