Polen verbessert Markt-Zugang für deutsche Energie-Konzerne

Deutsche Industrieunternehmen sollen in Polen einen besseren Marktzugang erhalten. Polen setzt verstärkt auf Kohleenergie. E.ON und RWE könnten davon profitieren.

Deutschland und Polen wollen wirtschaftlich enger zusammenrücken und ihre Kooperation auch in der konfliktträchtigen Energiepolitik verstärken. Unter anderem soll eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, in der energiepolitische Fragen regelmäßig abgestimmt werden.

Energieminister Sigmar Gabriel und sein polnischer Kollege Janusz Piechoncinski sicherten zu, für bessere Rahmenbedingungen für Industrieunternehmen zu sorgen. Dabei spiele auch eine „sichere und bezahlbare Energieversorgung“ eine wichtige Rolle. Während Deutschland mit der Energiewende auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien setzt, stützt sich Polen weiterhin stark auf Kohle und erwägt auch den Bau eines Atomkraftwerks.

Kohlekraftwerke stehen in Deutschland hingegen vor dem Aus. Deren Betreiber, wie die verschuldeten Konzerne E.ON und RWE, könnten von einem verbesserten Marktzugang in Polen profitieren.

Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern hätten sich seit 1995 mehr als versechsfacht, sagte Gabriel am Montag in Warschau. Diesen Erfolg wolle man fortschreiben. Deutschland ist Abnehmer eines Viertels der polnischen Exporte und Lieferant von mehr als einem Fünftel der Importe.

 

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