Insider: EU plant Einführung von Strafzöllen auf Spezialbleche

Nach Angaben von Insiders will die EU-Kommission ab Mai Import-Zölle auf Spezialbleche aus Russland, Japan, China, den USA und Südkorea einführen. Zuvor hatten sich europäische Stahlhersteller bei der Kommission über einen Preisverfall bei Blechen beschwert, der durch die Einfuhren aus dem Ausland ausgelöst wurde.

Die EU-Kommission will kommenden Monat Insidern zufolge Importzölle auf Spezialbleche aus fünf Ländern verhängen. Die Strafgebühren sollten zwischen 21,6 Prozent auf kornorientierte Elektrobleche aus Russland und 35,9 Prozent für Produkte aus Japan liegen, sagten mit den Plänen der EU-Kommission vertraute Personen am Dienstag.

Die Brüsseler Behörde folge damit einer Beschwerde des Verbandes der europäischen Stahlhersteller (Eurofer) vom Mai 2014. Die Zölle betreffen demnach auch Spezialbleche aus den USA, China und Südkorea. Die Aufschläge sollen bis zum 14. Mai in Kraft gesetzt werden. Die Produkte werden weltweit nur von 16 Produzenten hergestellt, davon in Europa AreclorMittal und ThyssenKrupp. Nach Angaben von Eurofer sind die Preise für die Bleche durch die Einfuhren aus dem Ausland mittlerweile zum Teil niedriger als die hiesigen Produktionskosten.

Kommentare

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  1. popper sagt:

    Mit dem Merkantilismus kommt jetzt auch noch der Protektionismus. Spätestens, wenn die anderen diesen Handelskrieg aufnehmen und ihre Zölle hochziehen und Währungen abwerten, geht in der EWU und in Deutschland das Licht aus.

    • ralph strapsetraeger sagt:

      Ein bissl Luft sollte man den gebeutelten europäischen Branchen bis Einführung TTIP noch geben. Danach sind die Probleme für Industrie gelöst.