Ford mit Verlusten in Europa und Südamerika

In Europa verliert Ford im ersten Quartal 185 Millionen Dollar. Als Grund wird der starke Dollar genannt, der Exporte amerikanischer Firmen verteuert. Doch auch in Nord- und Südamerika muss der US-Autobauer sinkenden Umsatz hinnehmen.

Verluste in Europa und Südamerika setzen Ford zu. Der Nettogewinn des zweitgrößten US-Autobauers fiel deswegen im ersten Quartal um sieben Prozent auf 924 Millionen Dollar, wie der GM-Rivale am Dienstag mitteilte. Auch in Nordamerika lief es nicht rund. Dort wurden weniger Wagen verkauft. Insgesamt sank der Umsatz um knapp sechs Prozent auf 33,9 Milliarden Dollar.

Ford-Aktien stiegen um 0,8 Prozent, obwohl der Gewinn hinter den Markterwartungen zurückblieb. Ford bekräftigte, im Gesamtjahr vor Steuern 8,5 bis 9,5 Milliarden Dollar verdienen zu wollen.

In Südamerika summierte sich der operative Verlust auf 189 Millionen Dollar. Preiserhöhungen sorgten zumindest für eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahresminus von 510 Millionen Dollar. Finanzchef Bob Shanks sagte, das wirtschaftliche Umfeld habe sich dort in den vergangenen Monaten verschlechtert. Ford werde seine Kosten weiter senken und auch die Produktion an die geringere Nachfrage anpassen. In Europa betrug der operative Verlust 185 (Vorjahr: minus 194) Millionen Dollar. Hier wirkte sich der starke Dollar negativ aus, der Exporte amerikanischer Firmen verteuert.

General Motors (GM) hat derzeit ganz ähnliche Probleme: Auch die Konzerntochter Opel und damit das Europa-Geschäft sind noch immer defizitär. In Südamerika schreibt GM ebenfalls rote Zahlen und hat darauf mit Kostensenkungen reagiert.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.