VW: Oberklasse beschert Umsatzplus im ersten Quartal

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn kann nach dem Machtkampf der vergangenen Tage mit sehr guten Umsatzzahlen punkten. Im ersten Quartal kletterten die Umsätze auf mehr als 52 Milliarden Euro. Vor allem die Marken Audi und Porsche trugen zu dem Umsatzplus bei.

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Kurz nach dem Abgang des VW-Patriarchen Piech präsentiert Volkswagen-Chef Martin Winterkorn nun die aktuelle Firmenergebnisse für das erste Quartal 2015.  Dem Konzern zufolge ist der Umsatz im ersten Quartal 2015 um 10,3 Prozent auf 52,7 Milliarden Euro angestiegen. Im Vorjahresquartal lag der Umsatz noch bei 47,8 Milliarden Euro. So konnte das Unternehmen nach Steuern einen Gewinn von 2,9 Milliarden Euro vorweisen.

„Wir haben immer betont, dass 2015 ein anspruchsvolles Jahr für die gesamte Automobilindustrie und auch für uns wird“, sagte Winterkorn am Mittwoch. Aber „unsere Kennzahlen für das erste Quartal beweisen, dass der Volkswagen Konzern trotz Gegenwinds auf Kurs fährt.“ Man arbeite mit „voller Konzentration an dem Ziel, auch 2015 zu einem Erfolgsjahr“ zu machen, so der VW-Chef.

Günstige Wechselkursbedingungen und ein guter Absatz bei den Marken Audi und Porsche waren größtenteils für den Umsatzanstieg verantwortlich. „Mit 1,4 Milliarden Euro übertraf Audi das Operative Ergebnis des Vorjahres“, so VW. „Hierbei wirkten sich höhere Volumina und bessere Wechselkurse positiv aus.“ VW verkaufte im ersten Quartal 2,339 Millionen Pkw weltweit: Audi (+6,1%) und Porsche (+32,2%) erzielten „neue Bestmarken“ für das erste Quartal, VW-Bericht.

Vor allem in Westeuropa, in der Asien-Pazifik-Region und in Nordamerika habe der Konzern punkten können. In Westeuropa stieg die Nachfrage nach VW-Fahrzeugen in den ersten drei Monaten um 6,5 Prozent, in Nordamerika um 4 Prozent. Die Verkaufszahlen in Russland und der Ukraine waren allerdings in Folge der Krise “massiv“ zurückgegangen, so der Konzern.

Zuletzt hatte VW vor allem durch den Machtkampf zwischen Martin Winterkorn und Ferdinand Piech von sich Reden gemacht. Am Samstag war dann Piech mit sofortiger Wirkung von seinem Posten als Chefkontrolleur zurückgetreten. Der frühere IG-Metall-Chef Berthold Huber führt den Aufsichtsrat von Europas größtem Autobauer nur kommissarisch, bis ein Nachfolger gefunden ist.

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