Bosch profitiert vom schwachen Euro

Von Januar bis März stiegen die Erlöse des Technologie-Konzerns um rund 13 Prozent. Das entspricht einem Plus von mehr als 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für 2014 erreichte Bosch ein Umsatzplus von 49 Milliarden Euro. Vor allem die Kfz-Sparte konnte ein großes Plus verbuchen.

Der schwache Euro hat dem Umsatz des Technologiekonzerns Bosch zu Jahresbeginn einen Schub verliehen. Im ersten Quartal 2015 verbuchte das Unternehmen ein Umsatzplus von 13 Prozent. Währungsbereinigt belief sich das Plus damit auf 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Eine absolute Zahl nannte das Unternehmen nicht, so Reuters.

Im vergangenen Jahr hatte der Stiftungskonzern den Umsatz um 6,3 Prozent auf knapp 49 Milliarden Euro gesteigert und damit sein Wachstumsziel von drei bis fünf Prozent Umsatzplus übertroffen. Diese Spanne stellte der Autozulieferer, Maschinenbauer und Haushaltsgerätehersteller auch für 2015 in Aussicht. „Zur deutlichen Ergebnisverbesserung hat auch die konsequente Kostenarbeit beigetragen. Trotz einer nur moderat wachsenden Weltwirtschaft waren wir 2014 sehr erfolgreich“, Stefan Asenkerschbaumer, Bosch-Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung.

In Europa steigerte Bosch 2014  trotz der schwierigen Wirtschaftslage seinen Umsatz um 2,1 Prozent auf 26 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt 2,5 Prozent). Auch in Deutschland lag der Umsatz mit 10,8 Milliarden Euro über dem des Vorjahres, so das Unternehmen.

Die Kfz-Sparte von Bosch wuchs im vergangenen Jahr am schnellsten. Der Umsatz legte um neun Prozent auf 33,3 Milliarden Euro zu. Regional gesehen legte das gesamte Bosch-Geschäft in Europa mit gut zwei Prozent am wenigsten zu, während die Erlöse in Asien um 17 Prozent auf fast 13 Milliarden Euro schnellten. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen stieg um gut sechs Prozent auf drei Milliarden Euro. Die Rendite kletterte um einen Prozentpunkt auf 6,2 Prozent – langfristig strebt Bosch acht Prozent operativen Gewinn vom Umsatz an.

Bosch will vor allem mit internetfähigen Produkten und Dienstleistungen wachsen. Die Spanne reicht dabei vom ferngesteuerten Backofen bis zur Technik für das autonom fahrende Auto. Das Geschäftspotenzial liege hier vor allem bei den Diensten, die mit vernetzten Geräten und Maschinen angeboten werden könnten, erklärte Bosch-Chef Volkmar Denner. Die ersten Anwendungen für das automatisierte Fahren bringt Bosch schon heute auf den Markt. So werden 2015 das ferngesteuerte Parken sowie Assistenzsysteme für das Steuern im Stau, Ausweichen und Linksabbiegen in Serie gehen.

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