Wechselkurse: Schweizer Zentralbank verliert 30 Milliarden Franken

Die Schweizer Zentralbank hat in den ersten drei Monaten des Jahres ihren größten Quartalsverlust aller Zeiten verbucht. Die Entkoppelung des Franken vom Euro führte zu großen Verlusten bei den Devisenbeständen.

Die wachsende Stärke des Franken hat der Schweizer Nationalbank für das erste Quartal Verluste in Höhe von 30 Milliarden Franken beschert. „Der Verlust auf den Fremdwährungspositionen betrug 29,3 Mrd. Franken“, SNB. „Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsverlust von 1,0 Mrd. Franken.“

Das Ergebnis der Nationalbank sei vor allem von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig. Deshalb seien starke Schwankungen die Regel und würden nur bedingt Rückschlüsse auf das Jahresergebnis der Bank zulassen, so die Zentralbank.

Die Währungshüter hatten lange einen Mindestkurs des Franken zum Euro garantiert. Entkoppelung vom Euro wurde , wertete der Franken massiv auf. Viele Schweizer Unternehmen spürten die negativen Folgen der Entkoppelung ebenfalls. Aktuell werden für einen Euro 1,05 Franken bezahlt.

In der vergangenen Woche war der Euro sogar bis auf Kurse knapp über 1,02 Franken abgesackt. Entsprechend musste die SNB auf ihren in anderen Währungen gehaltenen Anlagen Wechselkursverluste von insgesamt 41,1 Milliarden Franken hinnehmen. Auch die Goldbestände der Notenbank sind mittlerweile eine Milliarde Franken weniger wert. Erst Ende März IWF, die eigenen Währung durch Gelddrucken wieder abzuwerten.

Kursgewinne auf Aktien und Anleihen dämpften dagegen den negativen Einfluss der Währungen und des Edelmetalls auf das Ergebnis, so Reuters. Die Strafzinsen auf Einlagen der Geschäftsbanken bei der SNB spülten 236 Millionen Franken in die Kasse.

Die SNB-Devisenreserven in Höhe von 532 Milliarden Franken waren Ende März zu 42 Prozent in Euro angelegt, 32 Prozent entfielen auf den Dollar. 2014 hatte die SNB einen Gewinn von 38 Milliarden Franken eingefahren.

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