TU-München startet Testfahrt mit elektrischem Taxi für tropische Städte

Wissenschaftler der TU München haben zusammen mit der Universität in Singapur ein tropisches Taxi entwickelt. Die Fahrgastzelle aus karbonfaserverstärktem Kunststoff macht das Taxi zu einem Leichtgewicht. Die Batterie kann in 15 Minuten aufgeladen werden. Jeder Fahrgast im Auto kann seine Kühlung individuell regeln.

EVA heißt das erste elektrische Taxi, das in tropischen Megastädten zum Einsatz kommen soll. Seit 2011 arbeitet die TU München zusammen mit der Nanyang Technological University in Singapur an dem Taxi mit Elektroantrieb. „Es hat eine große Reichweite, seine Batterie kann schnell geladen werden, und es bietet dem Fahrgast hohen Komfort“, stellt die TU das gemeinsame Auto-Projekt vor.

Nun fand die erste Testfahrt in Singapur statt. Entwickelt speziell für Großstädte soll mit dem neuartigen Taxi dank Elektroantrieb die Luftverschmutzung und Lärmbelästigung in Metropolen wie Singapur drastisch reduziert werden.

„Große Herausforderungen waren für die rund 30 wissenschaftlichen Mitarbeiter und Experten sowie 40 Studierende vor allem die Reichweite und die Ladegeschwindigkeit des Autos“, so die TU München.

Geladen in nur 15 Minuten erlaubt die Batterie von EVA eine Distanz von 200 Kilometern zurückzulegen, so die Wissenschaftler. Darüber hinaus verfügt EVA über eine so genannte eine energieeffiziente Zonenklimaanlage, die jedem einzelnen Fahrgast erlaubt, die Kühlung für seinen Sitz selbst zu regulieren.

Das Auto ist 4,32 Meter lang 1,79 Meter breit und 1,68 Meter groß. Die Fahrgastzelle besteht nahezu ausschließlich aus karbonfaserverstärktem Kunststoff, und reduziert das Gewicht des Fahrzeuges deutlich. Das Taxi bringt nur noch 1.500 Kilogramm auf die Waage.

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  1. syssiphus sagt:

    Für tropische Städte,das passt gut denn im kalten deutschen Winter sinkt die Kapazität der Akkus mit der Außentemperatur.Die hiesigen Temperaturen erfordern eine Fahrzeugheizung, die die Reichweite zusätzlich stark reduziert.