Automarkt: Absatz in Deutschland steigt um sechs Prozent

Mehr als 290.000 Pkws sind im April in Deutschland zugelassen worden. Das ist eine Steigerung von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Vor allem deutsche Autobauer konnten von dem Absatzplus profitieren. Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg in den kommenden Monaten

Der deutsche Automarkt erholt sich. Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag mitteilte, wurden im April diesen Jahres 291.000 Pkws neu zugelassen: Ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Doch nicht nur der April war ein erfolgreicher Monat für die Automobilindustrie mit Blick auf den deutschen Absatzmarkt. In den ersten vier Monaten wuchs der deutsche Markt auf 1,05 Millionen neue Zulassungen. Das entspricht ebenfalls Steigerung von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

„Der bisherige Jahresverlauf ist besser als erwartet. Der deutsche Markt könnte 2015 durchaus auf 3,1 Mio. Pkw steigen. Das ist eine erfreuliche Entwicklung“, sagte Matthias Wissmann vom VDA. Vor allem deutsche Marken (inklusive der Konzernmarken) haben von dem besseren Absatz in Deutschland profitiert.

Von den 291.400 Neuzulassungen im April waren 211.200 Pkws von deutschen Marken. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Neuzulassungen der vergangenen 4 Monate. Dort machten die deutschen Marken 758.500 Pkws der erreichten 1,04 Millionen Neuzulassungen aus.

Die Exporte ins Ausland waren hingegen in den ersten vier Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufig (-1%). „Die leichten Rückgänge sind dabei auf eine Werksschließung zum Ende des Jahres 2014, Modellwechsel und den Anlauf eines Modells in den USA zurückzuführen“, so der Verband. Doch die Auftragseingänge zogen wieder an. Dem VDA zufolge ist das ausländische Bestellvolumen seit Jahresbeginn um 6 Prozent gewachsen.

Kommentare

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  1. Marktbereinigung sagt:

    Wem will DMN hier ein potemkinsches Dorf andrehen ?
    Es stehen Millionen von Autos weltweit auf Halde. Fertig produziert für die Schrottpresse.
    Die Autoindustrie ist ja so altruistisch und bietet dem Käufer deshalb Phantasierabatte
    bis zu 35 % an ?
    Die Tageszulassungen übersteigen bei weitem die tatsächlichen Zulassungen auf den Namen der Käufer. Alles nur um dem lieben Kunden tolle Nachlässe bieten zu können, ohne eingestehen zu müssen, dass der Wurm im Absatz drin ist ?
    Ohne Firmen KFZ-Verkäufe wären Daimler und BMW pleite.

    • Alfred Beer sagt:

      kann ich nur bestätigen.

      In meinem Bekanntenkreis hat sich seit knapp 10 Jahren niemand mehr einen Neuwagen gekauft !!

      Die Preisanstiege der Autos haben sich von den Lohnzuwächsen total abgekoppelt.

    • klarofix sagt:

      Vielleicht spiegelt Ihre Einschätzung auch regionale Unterschiede wieder.
      Hier im Süden sind Neuwagenläufe nicht zu übersehen.
      Vor allem Hyundai macht hier das große Geschäft quer Beet durchs Sortiment. Neben dem i20 und i30 sieht man den neuen Tucson – ein echter Hingucker – sehr häufig, obwohl der unter 40.000 kaum zu haben ist. D.h. der durchschnittliche Käufer kommt zwischenzeitlich nicht mehr nur aus den Prollschichten.
      Meines Erachtens sind deutsche Autobauer die größten Haldeproduzenten und die meisten Neuzulassungen deutscher Hersteller sind auf gewerbliche Kunden zurückzuführen. Ich kenne genug Handwerksfirmen, die erst einmal ihre Fahrzeugflotte umrüsten mussten, damit sie von großen (deutschen) Unternehmen Aufträge erhalten konnten. Bei Evobus (Daimler) bswp. muss der VW Bully einem Vito weichen, sonst bleiben die Auftragstore dauerhaft geschlossen.