Einbrechende Absatzzahlen: BMW sieht Risiko in Russland und Brasilien

Russland und Brasilien bereiten den deutschen Automobilherstellern Kopfschmerzen. Sie galten als Zukunftsmarkt, doch die Absatzzahlen brechen weg. Selbst BMW warnt trotz sehr guter Quartalszahlen vor nicht absehbaren Risiken für das Unternehmen in den Schwellenländern.

Im ersten Quartal des Jahres konnte BMW ein Gewinnplus von 5,1 Prozent auf 2,269 Milliarden Euro vor Steuern gegenüber dem Vorjahresquartal erwirtschaften. Der Umsatz stieg um 14,7 Prozent. „Wir sind gut in das neue Geschäftsjahr gestartet“, so Vorstandschef Norbert Reithofer.

Allerdings wird im aktuellen Quartalsbericht deutlich auf die Risiken, denen sich BMW gegenübersieht, verwiesen. So gingen die Neuzulassungen allgemein in Japan im ersten Quartal um 15,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zurück: in Brasilien um 16,4 Prozent und in Russland sogar um 36,4 Prozent.

Diese Entwicklung wird auch bei BMW zu spüren sein.  „Wir haben eine Produktion in Russland geprüft“, so Reithofer am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. „Auch dieses Projekt haben wir jetzt etwas nach hinten geschoben.“

BMW hatte bereits davon gesprochen, dass das Ziel, 50.000 Fahrzeuge in Russland zu verkaufen, „in weiter Ferne“ liege. 2014 setzten die Münchner dort etwas mehr als 37.000 Autos ihrer Marken BMW und Mini ab, ein Rückgang von 17 Prozent binnen eines Jahres, so Reuters. „Russland ist eine echte Herausforderung für unseren Konzern“, sagte Reithofer und verwies auf einen Rückgang der Auslieferungen im Startquartal um 14 Prozent.

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