China: Unternehmen will 90 Prozent der Angestellten durch Roboter ersetzen

Experten rechnen damit, dass schon in zehn Jahren ein Drittel aller Jobs von Robotern ausgefüllt werden. Ein chinesisches Unternehmen will nun 1.000 Roboter in Betrieb nehmen. Von den 1.800 Angestellten des Unternehmens werden nur noch 200 übrig bleiben. Sie sollen die Arbeit der Roboter überwachen.

Der Elektronik-Hersteller Shenzen Evenwin Precision Technology Co ist dabei, sich neu aufzustellen. 90 Prozent der Arbeiter des chinesischen Unternehmens sollen durch Roboter ersetzt werden, berichtet die South China Morning Post. Nur 200 von 1.800 Angestellten sollen in der Firma verbleiben. Sie sollen dann die Arbeit der 1.000 Roboter überprüfen.

Shenzen Evenwin hat seinen Standort in Dongguan, eine Stadt in der chinesischen Provinz Guangdong. Vor allem Unternehmen der Industrie haben sich hier angesiedelt. Der South China Morning Post zufolge werden noch weiter Unternehmen im südlichen China dem Beispiel von Shenzen Evenwin folgen.

Seit September haben 505 Fabriken bei Dongguan 4,2 Milliarden Yuan in Roboter investiert. Dem Dongguan Economy and Information Technology Bureau zufolge sollen diese genutzt werden, um 30.000 Arbeiter zu ersetzen. Bis 2016 werden 1.500 der Industrieunternehmen der Gegend ihre Angestellten durch Roboter ersetzt haben. Die Provinz Guangzhou hat es sich zum Ziel gemacht, bis 2020 80 Prozent der Industrieproduktion  zu automatisieren.

Grund für die starke Automatisierung in dieser Gegend ist der Mangel an Arbeitskräften. Dem Arbeitsministerium von Guangding zufolge fehlten der Region im März 2015 nach dem Neujahrsfest zwischen 600.000 und 800.000 Arbeitskräfte. 2014 war die Lücke ähnlich groß. 2012 fehlten sogar eine Million Arbeitskräfte.

Der Trend vermehrten der Roboter-Einsätze in der Arbeitswelt ist in nicht nur in China ein Thema. Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen für Technologien, Gartner, schätzt, dass bereits 2025 ein Drittel der Jobs weltweit von Robotern und intelligenten Maschinen ausgeführt werden.

Kommentare

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  1. Hans von Atzigen sagt:

    Scheint die Chinesen haben es erkannt, geschnallt.
    Die ohne Zweifel teilweise rigide Ein- Kind- Politik Chinas
    hat massive Auswirkungen auf die Altersstruktur der Bevölkerung.
    Machen die Chinesen auf diesem Weg weiter kann es
    China in einem Zeitabschnitt von 20-30 Jahren schaffen.
    Humane Korrektur der horrenden Übervölkerung.
    Tja und wer erwirtschaftet die Kosten der vorübergehenden
    massiven Überalterung???
    Ganz einfach die Roboter!!!
    Eine Strategie die der Westen längst verschlafen hat.
    Innwischen läuft der Westen in ein Hässlich unmenschliches
    Doppelproblem, Arbeitslosigkeit bei den Heranwachsenden
    bei gleichzeitig wachsender Verarmung der Menschen im Alter.
    Langfristiges Vorausdenken ist offensichtlich NICHT die Stärke
    der westlichen Eliten.
    Diese Eliten produzieren haufenweise Ideologie( Entschuldigung)
    Brunze. Bei einem jämmerlich kleinen Anteil an nüchterner Substanz.
    Mehr noch die fühlen sich auch noch berufen
    der restlichen Menschheit ihre ,,Glücks- Strategie,,
    aufzudrängen und nicht selten auch mit Waffengewalt aufzuzwingen.
    Na ja das Schlachtvieh steht immer Zahlreicher zur Verfügung.
    Eine wachsende Zahl an jungen Menschen die um die Zukunft
    ein voll bis ins Alter gelebtes Leben, betrogen werden.
    Pfui Teufel, verantwortungslos, widerlich.
    Freundliche Grüsse

    • Handwerker sagt:

      Tja mein Lieber,

      bei uns hat man davor Bedenken. Hier möchte man dies menschlich klären und holt lieber hunderttausende Fachkräfte ins Land, die ab sofort sich in den Arbeitsmarkt stürzen und wie Wahnsinnige für unsere Volkswirtschaft und Sozialsysteme ackern. Da brauchen wir uns ja keine Sorgen mehr zu machen.
      Und bevor ich es vergesse, was machen die ganzen unproduktiven Chinesen? Daheim vorm Fernseher sitzen? Warten bis die „Rente“ erarbeitet worden ist. Ach, ich hab´s, Roboter bauen …