Zu wenig: Syngenta lehnt Monsanto-Angebot ab

Monsanto hat dem schweizerische Salz- und Düngemittelhersteller Syngenta ein Übernahme-Angebot gemacht. 45 Milliarden Dollar wurden Syngenta zufolge geboten Das Angebot entsprach jedoch nicht den Vorstellungen des Schweizer Unternehmens. Es wurde einstimmig abgelehnt.

Der US-Saatgut- und Genpflanzenproduzent Monsanto will den Schweizer Konkurrenten Syngenta schlucken. Syngenta bestätigte am Freitag in Basel, dass ein umgerechnet 45 Milliarden Dollar (42 Milliarden Franken) schweres Angebot der Amerikaner eingegangen sei. Monsanto sei bereit, je Syngenta-Aktie 449 Franken zu bezahlen.

Der Syngenta-Verwaltungsrat habe das Angebot bereit einstimmig abgelehnt. Die Offerte sei auf jeden Fall zu niedrig. „Der Vorschlag von Monsanto reflektiert die herausragenden Wachstumsaussichten der Strategie von Syngenta nicht“, erklärte Syngenta-Präsident Michel Demare.

An der Börse Zürich kletterten die Syngenta-Aktien 17 Prozent auf 390 Franken. Das ist zwar der größte Kurssprung der Unternehmensgeschichte. Dennoch blieb der Kurs deutlich unter dem Angebotspreis von Monsanto. „Obgleich eine vollständige Übernahme von Syngenta durch Monsanto nicht ausgeschlossen werden kann, ist sie nicht einfach zu realisieren, insbesondere wegen wettbewerbsrechtlichen und steuerlichen Auflagen“, erklärten die Analysten der Zürcher Kantonalbank. Zudem wollte Monsanto einen Teil des Kaufpreises in eigenen Aktien leisten. Dies schmälere die Attraktivität des Angebotes.

Sollte es trotzdem zu einem Zusammenschluss kommen, würde ein Konzern mit einem jährlichen Umsatz von rund 31 Milliarden Dollar entstehen. Monsanto war Insidern zufolge bereits im vergangenen Jahr mit Kaufabsichten bei Syngenta abgeblitzt. Doch die Amerikaner hätten nie aufgegeben und wollten die Fusion unbedingt durchziehen, hatte ein mit der Geschäftsstrategie des Unternehmens aus St. Louis vertrauter Banker kürzlich gesagt.

Syngenta ist der weltgrößte Hersteller von Pestiziden gegen Insektenbefall, Unkräuter und Pilze. Monsanto ist führend bei Saatgut und vor allem für seine gentechnisch veränderten Maissorten bekannt. In diesen Geschäftsfeldern tummeln sich auch die zwei deutschen Konzerne Bayer und BASF.

 

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.