EU: Deutschlands Innovationsleistung hat stark abgenommen

Die deutsche Innovationsleistung ist in den vergangenen zwei Jahren um 27 Prozent zurückgegangen. Mangelnde Leistungsfähigkeit sieht die EU vor allem bei dem Bevölkerungsanteil mit Hochschulabschluss. Derzeit liegt die Innovationsleistung Deutschlands hinter der von Schweden, Dänemark und Finnland.

Schweden, Dänemark, Finnland und Deutschland führen derzeit die Rangliste für Innovationsleistung in der EU an. Allerdings ist Deutschland Rang vier der Innovativsten nicht ohne weiteres in den kommenden Jahren sicher.

2014 lagen Deutschlands Innovationsleistungen zwar 22 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Aber sie waren aber im Vergleich zu 2012 um 27 Prozent rückläufig. Der EU-Kommission zufolge gehören zu Deutschlands stärksten Bereichen die Firmeninvestitionen und das Unternehmertum.

„Unter dem EU-Durchschnitt ist die Leistungsfähigkeit bei ‚Bevölkerungsanteil mit Hochschulabschluss‘, ‚Jugendlichen mit abgeschlossener oberer Sekundarstufe‘ und ‚Doktoranden aus Nicht-EU-Ländern‘. “

Insgesamt sei in der EU die Zahl der innovativen Unternehmen rückläufig, so die EU-Kommission. Dies gelte auch im Fall von Innovationen bei den Kleinen und Mittleren Unternehmen, Patentanmeldung und Ausfuhren von Hochtechnologie-Erzeugnissen.

In 13 EU-Mitgliedstaaten hat sich die Innovationsleistung im seit dem vergangenen Jahr reduziert. Lediglich Malta, Lettland und Bulgarien konnten mit einer deutlichen Steigerung ihrer Innovationsleistung punkten. Im internationalen Vergleich schneidet die EU damit weiterhin schlechter ab als die USA, Japan und Südkorea.

„Wir brauchen mehr Investitionen, um die Innovationsleistung der EU zu steigern. Gleichzeitig sollten bessere Bedingungen und ein Binnenmarkt für innovative Produkte und Dienstleistungen in Europa geschaffen werden“, sagt Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung, Innovation und Wissenschaft. „Auf EU-Ebene arbeiten wir daran und sind bereit, die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der Reformen zur Erhöhung der Wirkung ihrer öffentlichen Investitionen zu unterstützen.“

Kommentare

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  1. EinUnternehmer sagt:

    Mehr Investitionen……deswegen werden die schlauen, motivierten Leute auch nicht im Land bleiben. Root-Cause, ein tolles Wort!! Darüber sollten die Herren und auch die Damen in der Politik mal nachdenken.
    Vorteil an der ganzen Sache: In San Francisco kommt man derweil dank des hohen „Deutsch Anteils“ auch ganz gut ohne tiefe Englisch-Kenntnisse zurecht.

  2. biersauer sagt:

    Dank der USAmerik. freunde wird es nun ernst.
    Deutschland, das Land der Vasallen Ameriaks.
    Alles fest in deutscher/amerikanischer Hand.

  3. Rudolf Steinmetz sagt:

    Die Innovationsfähigkeit Deutschlands war Weltspitze während der Regierungszeit von Kaiser Wilhelm I. Dann beschlossen die späteren Alliierten und NATO-Partner (England, USA) dem ein nachhaltiges Ende zu bereiten. Das ist ihnen spätestens mit folgenden Maßnahmen gelungen: Bologna-Prozeß, Genderisierung & Frühsexualisierung, staatlich geförderte Industriespionage durch die NAS sowie Bekämpfung des Mittelstandes durch überhöhte Gewerbesteuer etc. In Relation zu einer kleinen, Münchner Schuhmacherei bezahlt BMW praktisch keine Steuern mehr, siehe: http://www.schuh-bertl.de
    UND WAS NOCH eIne Rolle spielt ist der Niedergang der Sittlichkeit und der römisch-katholischen Kirche u.a. seit deren Konkordat mit Adolf Hitler. Das hat dramatische Auswirkungen für die Rechtssicherheit, siehe „Norbert Blüm, Einspruch – Wider die Willkür an deutschen Gerichten“: http://www.nachdenkseiten.de/?p=25956

  4. Protest durch Verweigerung sagt:

    Die Innovationskraft Deutschlands wird jetzt wieder deutlich zunehmen da wir viele Fachkräfte ins Land holen (20 Jahre Buscherfahrung + 3 Wochen Umschulung = Fachkraft).
    Derweil arbeite ich nur noch halbtags um meine Arbeitskraft bis ins hohe Alter fit zu halten (Rente mit 80 da Bj: 64).
    Ihr Vollpfosten in Berlin, so wird das nichts!!!

    Selbstständiger E-Ing.