Bremen-Wahl: SPD und Grüne könnten trotz Verlusten weiter regieren

Die Landtagswahl in Bremen ging mit herben Verlusten für die Grünen einher. Die SPD hingegen konnte sich trotz dem schlechtesten Ergebnis in Bremen seit 1945 wieder als stärkste Partei des Landes behaupten. Beide wollen die Koalition fortsetzen.

Bremen bleibt rot. Nun ist es offiziell: Auch nach 70 Jahren Regierungszeit hat die SPD erneut die Möglichkeit erhalten, wieder einen Regierungschef in Bremen zu stellen. Am Sonntag hat das kleinste Bundesland eine neue Regierung gewählt: Mit einer sehr niedrigen Wahlbeteiligung von knapp 50 Prozent.

Nach ARD-Hochrechnungen (21:43) bleibt die SPD trotz einem deutlichen Rückgang der Stimmen von 38,6 Prozent auf 32,7 Prozent stärkste Partei in Bremen. Die Grünen rutschten von 22,5 Prozent auf 15,3 Prozent. Im Gegensatz zu den beiden potentiellen Koalitionspartnern, die herbe Verluste einfuhren, konnten die Parteien in der Opposition zulegen.

Die CDU wurde mit 22,7 Prozent zweitstärkste Partei (2011: 20,4%). Die Linkspartei konnte sich auf 9,6 Prozent steigern (von 5,6%). die FDP erreichte nach 2,4 Prozent 2011 bei der aktuellen Wahl 6,7 Prozent und damit den Sprung ins Parlament. Ein Einzug der AfD ins Parlament ist noch nicht gesichert: Sie kommt den Hochrechnungen zufolge auf 5,0 Prozent.

Bleibt es bei dem Ergebnis, kämen SPD und Grüne auf 42 der 83 Sitze im Parlament und würden damit über eine Mehrheit von einer Stimme verfügen. Sollte das endgültige Ergebnis jedoch zeigen, dass die AfD nicht ins Parlament einziehen kann, würde Rot-Grün auf 46 Sitze im Parlament kommen.

Mit Blick auf eine Koalition mit den Grünen sagte Bürgermeister und SPD-Spitzenkandidat Jens Böhrnsen kurz nach den ersten Hochrechnungen: „Ich pflege zu halten, was ich vor der Wahl gesagt habe“,. Ein rot-rot-grünes Bündnis schloss Böhrnsen aus. Auf die Frage, ob auch eine große Koalition denkbar wäre, sagte er: „Wir werden schauen müssen, welche Mehrheit sich ergibt.“ CDU-Generalsekretär Peter Tauber forderte, dass die SPD eine stabile Mehrheit bilden müsse.

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